Claude Debussy
Antonio Salieri
Sergiu Celibidache
James Horner
Dimitrij Schostakowitsch
Franz Liszt
Robert Schumann
Franz Schubert
Antonio Vivaldi
Johann Sebastian Bach
Miklós Rózsa
Kurt Masur
Carlos Kleiber
George Gershwin
Carl Orff
Gustav Mahler
Otto Klemperer
Astor Piazzolla
Christoph Willibald Gluck
Eric Satie
Anne Sophie Mutter
Claudio Abbado
Georg Philipp Telemann
James Levine
Jaques Offenbach
Igor Strawinsky
Edvard Grieg
Lang Lang
Tomaso Albinoni
Richard Strauss
Eintrag 1 von 30


In Wien war Antonio Salieri ein angesehener Mann, der
sich als Komponist und Lehrer einen Namen gemacht hat; Beethoven und Schubert
gehörten zu seinen Schülern. Aber schon zu Lebzeiten wurde er beschuldigt,
Mozart vergiftet zu haben. Bis heute geisterte dieses Gerücht durch die
Musikgeschichte. Erst vor kurzem konnte das Gegenteil bewiesen und Salieri
endlich von aller Schuld rein gewaschen werden.
Sergiu
Celibidache zählt zu den ganz großen
Dirigenten des 20. Jahrhunderts.
Das
beweisen nicht nur die
umfangreichen Konzert- und Tourneetätigkeiten,
sondern
auch seine
zahlreichen Auszeichnungen.
Wir alle haben Tränen
vergossen, als Leonardo DiCaprio alias Jack Dawson in den eisigen Fluten des
Nordatlantiks versank. Da könnte glatt
Untergangsstimmung aufkommen, wäre nicht der Soundtrack von James Horner, der
im Titelsong die tröstende Botschaft vermittelt: "My Heart Will Go On".
Um seine
Anerkennung und Freiheit als Komponist hat Dimitrij Schostakowitsch kämpfen
müssen. Sein Schicksal stand auf Messers Schneide. Es gibt nur wenige
Komponisten, deren Schaffen so stark von der politischen Situation ihrer Zeit
geprägt wurde.
Franz Liszt war
der erste große "Star"
des Klaviers. Seine Faszination beruhte nicht
nur auf seinen enormen
musikalischen Fähigkeiten, sondern auch auf
seinem
eleganten
Aussehen und der Brillanz seiner Persönlichkeit. Dahinter
stand
freilich
die gewaltigste pianistische Technik des 19., vielleicht sogar
des
20.
Jahrhunderts. Außerdem war er noch produktiver Komponist,
Musikschriftsteller
und Dirigent.
Düsseldorf, Rosenmontag
1854: Über die Alte
Rheinbrücke geht ein Mann in Pantoffeln und
Morgenmantel.
Da
gerade „närrische Zeit“ ist, fällt das nicht weiter auf. Plötzlich
springt
der
Mann von der Brücke. Einer Gruppe von Schiffern gelingt es, ihn aus
dem
Wasser
zu ziehen. Dieser Moment ist der Anfang vom Ende eines
bewegten,
leidenschaftlichen und von Depressionen überschatteten Lebens.
Sein Ansehen beschränkte sich auf einen Kreis von Bewunderern und Freunden in der Stadt, in der er geboren wurde, sein Leben verbrachte und in ärmlichen Verhältnissen starb: Franz Schubert kam Zeit seines Lebens über Wien kaum hinaus. Die königlich-kaiserliche Hauptstadt und Wahlheimat der Wiener Klassiker Haydn und Mozart lag in dieser Zeit vor allem Beethoven zu Füßen.
Eigentlich war er
Priester und da er feuerrote Haare hatte, nannte man ihn den "roten
Priester".
Aber für diesen Beruf fühlte sich Antonio Vivaldi gesundheitlich zu
schwach.
Das hat ihn später allerdings nicht davon abgehalten, weltweit umher zu
reisen,
Konzerte zu geben und wie der Teufel Geige zu spielen. Ob Vivaldi die
Kirche als
Ausbildungsstätte für seine musikalischen Studien vielleicht nur "benutzt" hat
weiß man nicht, die "Vier Jahreszeiten" waren ganz sicher eine Sünde
wert.
"Der fünfte
Evangelist", eine "Erscheinung Gottes", "Anfang und Ende aller Musik" –
das alles ist Johann Sebastian Bach im Urteil der Nachwelt. Hymnisches
Lob auf den Schöpfer der "Matthäuspassion", des "Weihnachtsoratoriums"
und der "Brandenburgischen Konzerte" gibt es massenweise. 260
Jahre nach Bachs Tod ist seine Musik so bekannt wie niemals zuvor.
Miklós Rózsa führte
sozusagen ein musikalisches "Doppelleben":
Unter den klassischen
Hollywood-Komponisten ist der ungarische
Komponist, Dirigent und
Musikwissenschaftler der Einzige, der es
geschafft hat, neben seiner
Karriere
als Filmkomponist auch einer
zweiten Laufbahn als Konzertkomponist
erfolgreich
nachzugehen.
Als Leiter des Gewandhausorchesters Leipzig prägte
Dirigent Kurt Masur beinahe 30 Jahre lang die Musikkultur der Stadt
Leipzig.
Seine
Arbeit wurde mit zahlreichen Preisen geehrt.
Der
österreichisch-argentinischer Dirigent Carlos
Kleiber gilt als einer der
größten Orchesterleiter des 20.
Jahrhunderts. Die großen Konzert- und
Opernhäuser rissen sich um ihn
und versuchten ihn mit beispiellosen
Angeboten,
doch zum
Musizieren zu bringen. Am Ende scheiterten sie fast immer.
Als George
Gershwin als Junge durch die Straßen von New York lief,
landete er in
Harlem vor
einem der jener mechanischen
Musikautomaten, die damals das
Straßenbild belebten. Dieser spielte
gerade Anton Rubinsteins "Melodie
in
f". Das war die Initialzündung für
eine der spektakulärsten
Musikerkarrieren: Schon als 20-Jähriger war
er ein Star und seine Musik
überall
zwischen Hollywood und New
York bekannt.
Man kennt sie aus
der musikalischen Früherziehung: die Orff-Instrumente wie das Xylophon
oder die Klangstäbe. Aber welche Idee dahinter steckt und wie das Ganze
mit antiken und mittelalterlichen Sagen zusammenhängt, wissen die
wenigsten. Es war der Komponist, Dichter und Pädagoge Carl Orff, der
durch seine Vielseitigkeit Bedeutendes für die Musik geleistet hat.
Wien um 1900: Ein Jahrhundert geht zu Ende, ein
ungewisses, neues kündigt sich an. Wie kein anderer Komponist hat Gustav
Mahler die Stimmung zwischen Melancholie und Aufbruch musikalisch
umgesetzt. Sein bekanntestes Stück ist der wehmütige 4. Satz aus seiner "5. Sinfonie".
Er wollte als Dirigent nicht nur seiner eigenen
Persönlichkeit Ausdruck verleihen, sondern den Schlüssel zum Innenleben
der Meisterwerke schaffen: Otto Klemperer. Während seiner langjährigen
Schaffenszeit erhielt er zahlreiche Auszeichnungen wie die
Goethe-Medaille für Wissenschaft, das Große Verdienstkreuz mit Stern der
deutschen Bundesrepublik und den Arthur-Nikisch-Preis der Stadt
Leipzig.
Sein
Name steht heute für den
argentinischen Tango, er könnte fast als
Synonym für
ihn verwendet
werden. Aber bis hierhin war es ein langer Weg: Viele
Opfer hat
Astor Piazzolla
für diese Musik gebracht und sie dadurch
gesellschaftsfähig gemacht.
Seine
Lebensgeschichte klingt fast wie ein
Märchen: Ein Förstersohn aus dem
böhmischen Dorf, der zum großen "Reformator"
des Opernbetriebes wird.
Christoph Willibald Glucks Opern sind ein
Wendepunkt in der
Operngeschichte.
Sie gehören fraglos zu den
großen Meisterwerken der Musikgeschichte.
Eric Satie gilt als der Exzentriker unter den
französischen
Komponisten der Jahrhundertwende und als einer der
großen Humoristen der
Musikgeschichte. Seinen
Stücken gab er sonderbare Titel und
Vortragsanweisungen wie "Drei Stücke in Form einer Birne". Manches von dem, was er zu
Papier brachte, sprengte den Rahmen jeder
herkömmlichen Musikaufführung.
Sie ist nicht nur
eine gefeierte Solistin,
sondern auch eine begehrte
Kammermusikpartnerin, die
seit drei
Jahrzehnten auf der Bühne steht: Anne Sophie Mutter. Ihre
Auftrittsorte
erstrecken sich
über drei Kontinente.
Der Italiener Claudio Abbado
zählt zu den
außergewöhnlichsten und vielschichtigsten Dirigenten der
Nachkriegszeit:
Er hat sich nie auf eine Epoche beschränkt, sondern sein
umfangreiches
Repertoire immer mehr erweitert.
Wie kaum ein anderer Komponist des 18. Jahrhunderts
schlug
Georg Philipp Telemann mit seinem Schaffen die Brücke zwischen
Barock
und Klassik. Stets
erfindungsreich, humorvoll und offen für das Neue
war der große
Zeitgenosse
Händels und Bachs. Bis heute gibt es in
seinem umfangreichen Lebenswerk
viele
ungeahnte
Schätze zu entdecken.
Alle bedeutenden Orchester dieser Welt, die Berliner
Philharmoniker,
die Wiener Philharmoniker oder das Chikago Symphony
Orchestra, hat
dieser amerikanische Meisterdirigiert. Auch bei der
Einspielung der
Filmmusik zur Disney-Produktion "Fantasia 2000"
stand er am Pult.
Er gilt als
Begründer der modernen Operette: der
französische Komponist Jaques
Offenbach.
Doch auch seine einzige
Oper, „Hoffmanns Erzählungen“, zählt zu den
schönsten
der
Romantik.
Igor Strawinsky ist einer der großen
Komponisten
moderner Musik. Mit seiner Ballett-Komposition "Le
sacre du
printemps" sorgte
er für einen der größten Bühnenskandale des 20.
Jahrhunderts. Zeit
seines Lebens hat Strawinsky mit verschiedenen
Musikstilen
experimentiert.
Und er war der erste Komponist, der Jazz-Elemente in
seine
Werke
aufgenommen hat.
In
der Werbung tauchen immer wieder Melodien von
ihm auf, seine Werke
gehören zum
festen Konzertrepertoire und die "Morgenstimmung" ist aus der Welt
der Klassik kaum
weg zu denken. Mit den "Peer-Gynt-Suiten" landete
Edvard Grieg den Coup
seines Lebens, der ihm half, einen großen Traum zu
verwirklichen: Die
Herzen der Menschen in aller Welt zu erreichen.
Er ist der Popstar unter den Pianisten und
beherrscht
das Klavier wie kein Zweiter: Der Chinese Lang Lang; Wunderkind,
vielfach
ausgezeichnet, verehrt und weltbekannt. Dass Lang Lang mit seiner Musik
das Leben
vieler Klassikliebhaber verschönert ist unbestritten.
Seine Begabung und
Persönlichkeit machen ihn zum idealen Botschafter
der klassischen Musik.
Tomaso Albinoni gilt zwar als der
Schöpfer jenes berühmten "Adagio in g-moll" für Streicher und Orgel,
das in kaum einem häuslichen Plattenschrank oder CD-Regal fehlt. Die
schlechte
Nachricht: Dieses „Adagio“ ist kein "echter" Albinoni, es wurde erst
1945 komponiert. Die gute Nachricht: Albinoni hat viele wunderbare
Konzerte
geschrieben, die sich mit denen seines venezianischen Kollegen Antonio
Vivaldi
durchaus messen können.
Richard Strauss sagte von sich
selbst, er habe
zwei Leben geführt: eines am Schreibtisch und eines am
Dirigenten-Pult.
Der „Revolutionär“ der 1890er Jahre und des ersten
Jahrzehnts
des
20. Jahrhunderts erlebte neben sich den Aufbruch der „Neuen Musik“,
die
ihm
fremd blieb und geriet damit in den Ruf eines „Reaktionärs“. Was
er
geschaffen
hat, trägt die Wurzeln in der
klassisch-romantischen Musik, die er früh
beim
Musizieren im
Familien- und Freundeskreis in sich aufnahm.
Der Wahl-Franzose war ein fleißiger Komponist vieler Opern und Kirchenwerke. Er überlebte die Französische Revolution sowie die Ära Napoleons und sah sogar die Monarchie zurückkehren. Gegen Napoleon hatte der Komponist einen schweren Stand.
Die drei großen romantischen Klavier-Komponisten, Chopin, Schumann und Liszt,
wurden alle in einem Zeitraum von knapp zwei Jahren geboren. "Er ist ein zu
zartes, zu ungewöhnliches und zu vollkommenes Wesen, um lange zu leben", meint
die Schriftstellerin George Sand. Sie hatte Recht: Chopin starb mit 39 Jahren.
Als einer der bedeutendsten Liederkomponisten steht Hugo Wolfs Schaffen in einer Reihe mit den Liedkompositionen von Franz Schubert. Wie kein anderer verstand er es, durch meisterhafte musikalische Deklamation subtilste Ausdruckswirkungen zu erzielen. Wolfs Liedschaffen ist weltweit bekanntes und beliebtes Kulturgut geworden.
Leonard Bernstein gilt als einer der führenden Dirigenten Amerikas und war Gastdirigent bei fast allen großen US-amerikanischen internationalen Orchestern Staaten. Er war der erste amerikanische Dirigent, der an der Mailänder Scala auftrat.

