Amor besucht die Elbphilharmonie

Simone Kermes mit Ihrem aktuellen Program „Love“

amor-besucht-die-elbphilharmonie © Gregor Hohenberg_Sony Classical
„Wieso, ich bin doch ganz normal.“ Simone Kermes antwortet prompt, als ihr ein Fan sagte, wie aufgeregt dieser vor der ersten Begegnung mit ihr war.
„Ganz normal“ scheint es natürlich nicht, wenn man bedenkt, wie die Star-Sopranistin und Echo-Preisträgerin es schafft, mit ihrer Leidenschaft und Energie sogar das hanseatische Publikum anzustecken. „Habt ihr noch Lust?“ fragt sie. Beifallsstürme aus dem Saal.

Bereits an ihrem ersten Konzertabend des 29. März 2017 erlebte man den prall gefüllten großen Saal an der Elbe nahezu wie auf einem Rock-Festival. So auch am gestrigen Abend, wo die Ausnahmesängerin nochmal ein Zusatzkonzert mit ihrem aktuellem Programm „Love“ gab: Rhythmisches Klatschen bei einem barockschen Cover von Helene Fischers „Atemlos“ oder sich an den Händen fassend und mitsingend bei „Sag mir, wo die Liebe ist“ – so erlebt man das Hamburger Publikum sicher nur ganz selten.

Seit über einem Jahr tourt Simone Kermes zu ihrem Album „Love“ durch Deutschland. Für diese Programmauswahl ging sie so richtig in die Recherche. Das Programm umfasst ausgewählte Lieder thematisch passend über die Liebe aus der Renaissance und dem Barock. Sie erzählt die Liebe einer Frau in all ihren Facetten, angefangen von Sehnsucht, Verliebtheit und Treue bis hin zu Verführung, Melancholie, Eifersucht und Verlassenheit -  alles ist dabei.

Mit ihr das Ensemble „La Magnifica Comunità“ und zwei Nachwuchstänzer der staatlichen Ballettschule Berlin, die mit der Sängerin sowohl choreographisch als auch musikalisch zu einer perfekten Einheit verschmelzen.  „Die Idee kam als erstes, dass ich ein Projekt mit Tänzern machen wollte“, so Kermes in einem Interview mit rbb (16.02.2017). „Ich wollte mal etwas machen, was richtig tief ist“. Und diese Tiefe bekam das Publikum an jenem Abend sehr zu spüren. Mit ihrem Ausdruck, ihrer Leidenschaft und Lust an vielseitiger Gestaltung, ihrer Bühnenpräsenz und den meisterhaften Koloraturen versetzte Simone Kermes ihr Publikum in eine nahezu andere Sphäre – etwa bei Merulas „Folle è ben che si crede“ oder Purcells berühmter Arie „When I am laid in earth“, wo kein Mucks aus dem Publikum zu vernehmen war – in einem doch so bemerkenswert hellhörigem Saal.

Simone Kermes hat sich ihre eigene Nische in der klassischen Gesangswelt erobert und zahlreiche Bewunderer weltweit gefunden. Denn sobald sie die Bühne betritt – so kann man sagen – ist wirklich was los.
   

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