Beethoven mit Gustavo Dudamel

Konzertreihe in der Elbphilharmonie

beethoven-mit-gustavo-dudamel © Richard Reinsdorf
Laut New York Times ist er der „heißeste Dirigent des Planeten“: Gustavo Dudamel. Mit seinem „Orquesta Sinfónica Simón Bolívar“ aus Venezuela ist er seit Sonntag auch in der Hamburger Elphilharmonie.
Unter dem Motto „¡Viva Beethoven!“ geben Dudamel und seine Musiker an fünf Abenden alle neun Sinfonien von Beethoven zum Besten. Am Montagabend gab es die dritte und vierte Sinfonie zu hören, gestern die fünfte und sechste – und der Große Saal der Elbphilharmonie war natürlich wieder ausverkauft.

Publikumsliebling Dudamel heizte seinen Musikern ordentlich ein. Das Bolívar-Orchester wurde als Jugendorchester Teil des venezolanischen Bildungsprogramms „El Sistema“ entdeckt, das unter anderem von Stardirigenten wie Sir Simon Rattle und Claudio Abbado unterstützt wurde. Und obwohl – oder vielleicht gerade weil – seit dem Durchbruch mittlerweile zehn Jahre vergangen sind, legt das Orchester eine sehr erfrischende Spielart an den Tag.

Nicht nur für viele Zuschauer, auch für Dudamel und seine Musiker ist es in der Elbphilharmonie eine Premiere.  Der Klang im Saal ist ein ganz besonderer – man hört jedes leiseste Zupfen, aber leider auch jedes Husten und Räuspern. Mit diesen Bedingungen konnte das Orchester aber durchaus umgehen und so gelang es ihm, den Saal zu seinem Vorteil zu nutzen und Beethovens Meisterwerken gerecht zu werden. Auch das Publikum gewöhnte sich nach einer Weile daran, dass man alles hört. Während die Stimmung zu Beginn noch sehr angespannt war, wurden die Zuschauer zum Ende hin immer ausgelassener, ließen sich von Dudamels dynamischer und sympathischer Art anstecken – und zum Schluss gab es sogar Standing Ovations.

Heute Abend geht es mit der siebten und achten Sinfonie in die nächste Runde und morgen kommt das Finale: Beethovens Neunte. Damit ist dann der Beethoven-Marathon in Hamburg erst mal vorbei, weiter geht es aber schon am 26. März in Wien. Und wer noch nicht genug vom Orchester hat, für den gibt es sogar eine passende Ausstellung: Der Fotograf Andreas Knapp hat das Bolívar-Orchester seit 2004 begleitet. Vom Ergebnis können Sie sich noch bis Samstag in der Zentralbibliothek der Bücherhallen Hamburg überzeugen.
   

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