Das Ein-Mann-Orchester

Konzertnachbericht Yann Tiersen

das-ein-mann-orchester © Fotolia_furtseff
Gestern war Yann Tiersen in der Hamburger Laeiszhalle zu Gast. Klassik Radio berichtet für Sie von einem Abend mit vielen Instrumenten, aber nur einem Musiker.
Der Applaus in der Laeiszhalle war ohrenbetäubend: Multiinstrumentalist Yann Tiersen begeisterte das Hamburger Publikum mit seinem letzten regulären Stück, „La Dispute“, aus dem Soundtrack des Films „Die fabelhafte Welt der Amélie“.



Mit einer Melodica begann er das Musikstück, um dann am Klavier in beeindruckender Weise fortzufahren. Und das war charakteristisch für diesen Abend in der Hamburger Laeiszhalle: Tiersen wechselte immer wieder sein Instrument, neben Klavier und Melodica waren auch Geigen- und Vibraphon-Klänge zu hören.



Bekannt wurde Tiersen aber vor allem durch seine Klavierstücke und die nahmen auch einen Großteil des Konzerts ein. Zu Beginn entführte der Franzose die Zuhörer auf die Insel „Eusa“. Denn so heißt auch Tiersens neues Album, der 46-Jährige lebt zudem auf der kleinen Insel vor der bretonischen Küste. Ein Halbplaybackschaffte eine Grundatmosphäre. So war beispielsweise Vogelzwitschern zu hören oder das Rauschen des Meeres. Tiersen spielte dazu melancholische Stücke. Dabei brillierte der Künstler mit einem sehr genauen und gefühlvollen Ausdruck. Er schaffte so  eine Stimmung, die einen meditativen Charakter hatte und zum Träumen einlud. Das gelang auch, weil Tiersen seine Liveperformance sehr genau auf das Playback abpasste. Deswegen blieb der Franzose auch relativ wortkarg, bis auf ein „Guten Abend“ zu Beginn und einigen Malen „Thank You“ zwischendrin, hielt sich die direkte Interaktion mit dem Publikum in Grenzen.

Im zweiten Teil des Konzerts wurde es abwechslungsreicher. Tiersen wechselte nun nach jedem Stück das Instrument, vor allem auf der Geige zeigte er eine starke Performance. Deswegen hätte man sich gerade hier etwas mehr Spielzeit  gewünscht. Das war auch das einzige Manko an einem nahezu perfekten Abend: er war zu schnell vorbei. Trotz drei Zugaben war nach anderthalb Stunden Schluss. Doch dass die Zeit wie im Flug verging, spricht natürlich auch für Tiersen, der die ganze Laeiszhalle verzaubern konnte.

   

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