Der Brexit ist nur der Anfang

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"Links reden, Rechts handeln", lesen wir heute über sie: Theresa May, Premierministerin von Großbritannien. Da hörte man in Ihrer Rede Schlagworte wie: Wandel, soziale Gerechtigkeit und es war die Rede von der „internationalen Elite“ die keine Steuern zahlte.
Das klingt sozial, das klingt links angehaucht, aber dann der Rechtsruck in ihrer Rede: Britische Unternehmen, so Theresa May beschäftigten zu viele Ausländer. Deswegen fänden Briten keinen Job oder erhielten niedrigere Gehälter. Die Lösung: Weniger Ausländer!

Die Pressestimmen:

"Bei ihren Parteitagsreden arbeiteten sich sowohl Innenministerin Amber Rudd als auch Regierungschefin Theresa May am Thema Einwanderung ab", schreibt die Süddeutsche Zeitung. "Sie versprechen, die Zahl der Migranten zu senken. Die beiden wissen, dass so ein Versprechen prima ankommt. Zahlreiche Briten stimmten deshalb für den Austritt aus der EU, weil ihrer Meinung nach zu viele Fremde auf der Insel leben. Das ändert aber nichts daran, dass Ausländer dem Königreich enorm nutzen. Sie gründen Firmen, besetzen Stellen, die kein Brite besetzen will oder kann, sie zahlen Steuern und bereichern die Kultur.
Nutzen May und Rudd ihre Freiheit, um Großbritannien stärker abzuschotten, brächte ihnen das vielleicht die Stimmen frustrierter Wähler. Doch zugleich würden sie der Wirtschaft des Königreichs kräftig schaden. Und die Stimmung im Land vergiften. Populismus hat einen hohen Preis."

"Premierministerin May wittert nun ihre Chance, langfristig mit den Tories als Gewinnerin aus dem britischen Politschlamassel der vergangenen Monate hervorzugehen." Kommentiert Spiegel Online. "Ich will unsere Partei und unser Land auf den Weg zur neuen Mitte der britischen Politik führen", sagt sie in Birmingham. May fischt nach den Stimmen der Benachteiligten, ihr bleibt im Grunde nichts anderes übrig. Vor allem dort, wo das Gefühl sozialer Ungerechtigkeit groß ist, haben besonders viele Briten für den Brexit gestimmt."

"Großbritanniens Premierministerin spricht auf dem Tory-Parteitag von sozialem Ausgleich. Doch darunter versteht sie auch eine harte Linie gegen Migranten", meint Die Zeit.
Innenministerin Amber Rudd erklärte beim Parteitag, sie werde dagegen ankämpfen, dass Einwanderer "Jobs übernehmen, die Briten machen können". Firmen sollten dazu verpflichtet werden, die Zahl der Ausländer anzugeben, die sie beschäftigen.
Theresa May soll schon während ihrer Zeit als Innenministerin versucht haben, eine Regierungsstudie über Einwanderung ins Negative zu verkehren, berichtet der Guardian. Interne E-Mails zeigten, dass May entschlossen gewesen sei, ein negatives Bild von Großbritanniens Beziehung zur EU zu zeichnen. May habe versucht, "Sozialhilfetourismus" als ein massives Problem darzustellen, obwohl die Fakten dagegen gesprochen hätten.
   

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