DIE KLASSIK RADIO KINO-EMPFEHLUNG DER WOCHE – WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNS

Florian Schmidt

die-klassik-radio-kino-empfehlung-der-woche-–-willkommen-bei-den-hartmanns © Youtube Screenshot Warner Bros. DE
Weltweit sind seit Ende 2013 so viele Menschen auf der Flucht wie seit dem Zweiten Weltkrieg nicht mehr. Seit über einem Jahr dominiert das Thema „Flüchtlinge“ nicht nur die Berichterstattung in den deutschen Medien, sondern auch unseren Alltag. Die große Herausforderung steht aber immer noch an, die Frage nämlich, wie die vielen Flüchtlinge integriert werden können? «Männerherzen»-Regisseur Simon Verhoeven hat genau diese Frage aufgegriffen und den Film «Willkommen bei den Hartmanns» darüber gedreht.
Ein Film also über eine Familie, die einen Flüchtling bei sich zuhause aufnimmt - in ihren ganz normalen Familien-Wahnsinn.  Und auch nicht eine Show namens „Deutschland sucht den Superflüchtling“; denn natürlich soll der Flüchtling nett sein, zuverlässig, hilfsbereit und vor allem soll er keine Großfamilie haben, die im wohlgeordneten Haushalt für Chaos sorgt. Die Wahl fällt auf den Nigerianer Diallo.

So ganz ohne sind die Hartmanns aber auch nicht, Sie ahnen es wahrscheinlich schon: Die pensionierte Lehrerin Angelika, wunderbar gespielt von Senta Berger, weiß nicht, wohin mit ihrer Fürsorge, seit die Kinder ausgezogen sind. Ihr Mann lässt sich die Falten wegspritzen. Ihr Sohn jettet beruflich um die Welt und steht kurz vor dem Burn-Out und die Tochter steckt in einer Sinnkrise, weil sie mit 31 nicht weiß, was sie beruflich machen will. Problem also, wohin man schaut.

Regisseur Simon Verhoeven nimmt die Befindlichkeiten einer Familie aufs Korn und würzt seinen Film mit wunderbaren Dialogen und treffenden Seitenhieben. Und in punkto Besetzung muss man einfach das sonst oft überstrapazierte Wort „großartig“ benutzen, denn Verhoeven hat nicht nur seine Mutter Senta Berger und Frauenschwarm Elyas M’Barek engagiert; sondern den zweiten großen Womanizer des deutschen Films, Florian David Fitz; außerdem noch. Uwe Ochsenknecht, Palina Rojinski und Heiner Lauterbach. Wie bringt es Regisseur Simon Verhoeven so schön auf den Punkt: „Die aktuelle Verwirrung und Unsicherheit in Deutschland ist eine recht fruchtbare Ausgangslage für eine Komödie.

Und WILLKOMMEN BEI DEN HARTMANNS ist in erster Linie nun mal einfach eine Komödie.“ Man darf ergänzen: eine sehr unterhaltsame.

   

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