DIE KLASSIK RADIO KINO-EMPFEHLUNG DER WOCHE - FLORENCE FOSTER JENKINS

FLORIAN SCHMIDT

die-klassik-radio-kino-empfehlung-der-woche-florence-foster-jenkins © 2016 Constantin Film Verleih GmbH
Für viele ist sie schlicht und einfach die beste Schauspielerin der Welt: Meryl Streep. Niemand war so oft für den Oscar nominiert wie sie – nämlich 19mal. Drei Goldjungs stehen schon in ihrer prall gefüllten Pokal-Vitrine – neben 8 Golden Globes und 2 Emmys.
Sie hat in „Jenseits von Afrika“ Robert Redford verzaubert, sie war die herrlich zickige Chefin in „Der Teufel trägt Prada“, und die „Eiserne Lady“ Maggie Thatcher. Nun spielt Streep die schrägste Opernsängerin aller Zeiten. Und sie macht das mal wieder so charmant und zum Niederknien grandios, dass es nicht überraschen würde, wenn Meryl Streep dafür im Januar zum zwanzigsten Mal für einen Oscar nominiert werden würde.

FLORENCE FOSTER JENKINS erzählt die wahre Geschichte der gleichnamigen, legendären Erbin und exzentrischen New Yorkerin der 40er-Jahre. Die Stimme, die sie in ihrem Kopf hört, ist wunderschön – für alle anderen klingt sie einfach nur grauenhaft. Aber ihr von Hugh Grant gespielter Partner und Manager ist entschlossen, seine geliebte Florence vor der Wahrheit zu beschützen. Was alle Beteiligten vor enorme Herausforderungen stellt…

Neben der hinreißenden und einzigartigen Meryl Streep und einem sehr charmanten Hugh Grant liefert auch der „Big Bang Theory“-Star Simon Helberg als herrlich verklemmter Jenkins‘-Pianist und Begleiter einen wunderbaren Auftritt ab. Helberg hat übrigens selbst Klavier gespielt und Streep hat selbst gesungen.

Und die Töne eben gerade nicht zu treffen, ist eine hohe Kunst, lobt sie Komponist Alexandre Desplat: „Meryl ist eine fantastische Sängerin, wurde klassisch ausgebildet, hat eine enorme Bandbreite von ganz tief bis ganz hoch, sie versteht die Musik, hat ein Gefühl dafür und kann nicht nur großartig singen, sondern eben auch herrlich schräg.“

Florence Foster Jenkins ist ja zurzeit schwer angesagt – noch läuft das sehenswerte Doku-Drama DIE FLORENCE FOSTER JENKINS STORY in unseren Kinos, in der Mezzosopranistin Joyce diDonato Jenkins spielt; vor ein paar Monaten gab’s die französische Variante MADAME MARGUERITE und nun also den Film vom  „Philomena“ und „Die Queen“-Regisseur Stephen Frears. Muss das sein, kann man da fragen?  Ja, es muss! Denn FLORENCE FOSTER JENKINS ist hinreißend komisch, sehr berührend und überaus unterhaltsam.

   

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