Die NASA fliegt zur Sonne

2018 soll die Mission starten

die-nasa-fliegt-zur-sonne © Fotolia_Jürgen Fälchle
Es ist eine wissenschaftliche Sensation: 2018 will die NASA zur Sonne fliegen!
Die Nasa hat tatsächlich angekündigt, nächstes Jahr zur Sonne zu fliegen, aber natürlich ohne Astronauten, sondern mit einer Sonde. Die Umgebung und die Strahlung sind sehr hoch, deshalb muss die Solar Probe Plus, so heißt die Sonde, auch stabiler sein, als die bisherigen. Sie soll von einem fast zwölf Zentimeter dicken Karbonpanzer geschützt werden.
Eine Sensation, die Sonde wird die erste in der Geschcihte der Menschheit sein, die direkt in die Atmosphäre der Sonne fliegt. 

Auftrag
Die Sonde soll den ganzen Flug über Daten an die Erde schicken und im besten Fall mit Proben zurückkommen. Geht alles gut, werden dadurch drei der größten Fragen rund um die Existenz von Sternen beantwortet. Die erste dreht sich um die Korona der Sonne. Das ist die äußerste Schicht der Sonnenatmosphäre. Besonders gut erkennt man sie bei einer Sonnenfinsternis. Dann bildet sie einen strahlenden Kreis. Bisher weiß man: In der Korona herrscht geringerer Druck als in den inneren Bereichen, gleichzeitig sind die Temperaturen aber höher. Normalerweise ist es aber dort wärmer, wo ein höherer Druck ist. Bei der Sonne ist das anders: Die sichtbare Oberfläche ist rund 5.500 Grad Celsius warm- die Korona ist mit über 500.000 Grad Celsius aber noch viel heißer. Wie das möglich ist, konnte man sich bisher nur ansatzweise erklären.

Die zweite große Wissenslücke dreht sich um die Sonnenwinde. Die sind so stark, dass sie sich weit in den Weltraum ausbreiten, sogar bis zur Erde. Treffen die Teilchen dann auf die Erdatmosphäre, entstehen außergewöhnliche Lichtspektakel: Polarlichter. Wie es aber überhaupt möglich ist, dass die Winde bis zu unserem Planeten reisen, ist unbekannt. Dazu müssen sie in der Sonnenatmosphäre nämlich sehr, sehr schnell werden. Und es gibt absolut keine Erklärung dafür, wie das funktioniert. Um einen Hinweis zu finden, sammelt die Solar Probe Plus Proben der Sonnenwinde. Die werden dann von Wissenschaftlern auf der Erde untersucht.

Der dritte Grund für die Sonnen-Mission: Ereignisse auf der Sonne beeinflussen auch umliegende Planeten. Die Polarlichter auf der Erde sind ein Beweis dafür. Allerdings vermuten Experten, dass die Sonne in Wirklichkeit noch viel mehr auf unserem Planeten anrichtet. Gäbe es auf der Sonne beispielsweise eine große, ungewöhnliche Explosion, so hätte das womöglich zerstörerische Folgen für Satelliten, die Erde und uns Menschen. Deshalb ist es wichtig, durch die Solar Probe Plus mehr über den Einfluss der Sonne auf das Weltraumwetter herauszufinden.

   

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