Die Zeitumstellung macht uns krank!

In der Nacht von Samstag auf Sonntag werden die Uhren eine Stunde vorgestellt

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In der Nacht vom 25. auf den 26. März 2017 ist es jetzt wieder soweit: Die Uhren werden um eine Stunde nach VORNE gestellt. Aber eigentlich sollten wir genau das NICHT machen, denn die Zeitumstellung macht uns krank.
Das sagt zumindest Hubertus Hilgers, Arzt aus Erlangen. Er ignoriert seit 38 Jahren die Zeitumstellung. Im Interview hat er uns erklärt, warum. Und er hat Tipps, wie wir am besten mit der Zeitumstellung umgehen sollten:

1. Lassen Sie die Uhren in der Normalzeit und bekleben Sie die Uhren, die sich automatisch umstellen mit einem Hinweiszettel wie etwa „Achtung: Sommer-Zeit!“ oder genauer gesagt „Achtung Kiew Zeit“ bzw. OEZ (Ost Europäische Zeit). 

2. Uhrzeit-Termine die mündlich oder schriftlich vereinbart werden, als „Kiew Zeit“ oder „OEZ“ angeben.
 
3. Bei Uhren im Auto, die sich automatisch verstellen, sollte auf jeden Fall die Stundenanzeige mit einem Zettel überklebt werden, so daß sie unsichtbar sind.

4. Um die Anpassung an den natürlichen Sonnenrhythmus aufrecht zu erhalten, setzen Sie sich dreimal täglich für mindestens 15 Minuten dem Tages- bzw. Sonnenlicht aus. Bevorzugt am Vormittag. Abendliches Sonnenlicht sollte dagegen gemieden werden. Zur Not abends eine Sonnenbrille aufsetzen.

5. Wer die Möglichkeit hat, sollte sich zur Mittagszeit für ein kurzes Nickerchen zur Ruhe begeben.

6. Praktizieren Sie täglich eine halbstündige Progressive Muskel Entspannung nach Jacobson, um das durch den verkürzten Schlaf erhöhte Streßhormon-Niveau zu verringern.

7. Vermeiden Sie abendliches Fernsehen oder Arbeiten auf dem Notebook oder Smartphone, da das ausgesendete blaue Licht das Schlafhormon Melatonin unterdrückt und dadurch ein Einschlafen im natürlichen Rhythmus verhindert. Ein Blaulicht-Blocker wie etwa „f.lux“ reduziert den Blaulichtanteil der Geräte.

8. Für Menschen mit Vorerkrankungen und ältere Menschen und auch jüngere Kinder sind diese Dinge besonders wichtig, da sie sich mit Störungen der inneren Rhythmik besonders schwer tun.

9.  Berufstätige sollten versuchen, ihre Arbeitszeiten bei der Normalzeit zu belassen. Wenn sie zum Beispiel Gleitzeit haben, hieße das, in der OEZ (=MESZ) eine Stunde später zur Arbeit zu gehen.

10. Eltern sollten ihre Kinder am Wochenende ausschlafen lassen. Außerdem sollten sie sich für einen späteren Schulbeginn einsetzen.
Generell gilt für alle Menschen, daß sie am Wochenende länger schlafen sollten, um das Schlafdefizit, welches unter der Woche aufgebaut worden ist einigermaßen auszugleichen.

Mehr Tipps zur Zeitumstellung finden Sie auch hier.


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