Entwurzelte Generation

Klassik Radio Meinungssache

entwurzelte-generation © Fotolia_Orlando Bellini
„Die Kinder nicht verantwortlich für die Ursachen, aber sie sind immer die Ersten, die von Krieg, Klimawandel und Armut betroffen sind." So steht es in dem aktuellen Unicef-Bericht „Entwurzelt.“ Laut des Berichts sind weltweit mehr als 28 Millionen Kinder auf der Flucht. Jeder zweite Flüchtling weltweit ist laut des Kinderhilfswerks der Vereinten Nationen unter 18 Jahre alt. Die Pressestimmen zum Unicef-Bericht.
Neue Osnabrücker Zeitung

Was kann ein Land wie Deutschland da tun? Reflexartig fordern Hilfsorganisationen von der Bundesregierung, mehr Entwicklungshilfe zu leisten, vor allem in Afrika. Doch nur Entwicklungshilfe wird das Problem nicht lösen. Die Erfahrung zeigt, dass die Armut auf dem Schwarzen Kontinent dadurch nicht weniger geworden ist. Wenn Entwicklungshilfe diktatorische Machthaber dafür belohnt, ihre eigenen Bürger Richtung Europa zu verjagen, macht sie keinen Sinn. Die Bundesregierung sollte deshalb bei der Entwicklungshilfe zielgerichtet agieren und die Allerärmsten der Welt bedenken. Dazu gehören vor allem Kinder und Jugendliche, die in Not und alleingelassen sind.

Westfälischen Nachrichten

Der Zustand der Menschheit zeigt sich daran, wie sie mit ihren Kindern umgeht. Unicef entlarvt die erschütternde Wahrheit: Millionen von Kindern sind entwurzelt worden. Diese verlorene Generation wird Fragen stellen. Auch unsere Kinder werden wissen wollen, was wir denn gegen die Not getan haben.

Ludwigsburger Kreiszeitung

Die Zahl der Konflikte und Notlagen hat in den vergangenen Jahren rasant zugenommen. Unicef und andere Hilfsorganisationen können kaum überall zugleich mit dem Engagement vor Ort sein, das eigentlich nötig wäre. Die Weltgemeinschaft ist mehr denn je gefordert, ihre Anstrengungen weiter zu verstärken, um Konflikte beizulegen und neue zu verhindern.

Deutschlandfunk

Zugegeben – es ist eine Herkules-Aufgabe, mit der es diejenigen Länder zu tun haben, die, wie Deutschland, Flüchtlinge nicht an ihren Grenzen abgewiesen haben. Integration auch von hunderttausenden Kindern und Jugendlichen ist kein Spaziergang. Es ist eine enorme gesellschaftliche, finanzielle, organisatorische Herausforderung. Und, ja, sie wurde in Berlin vielleicht zu lange unterschätzt. Sich über Berichte und Bilder von leidenden Flüchtlingskindern, die in ihrer Not zu uns kommen, zu entsetzen, ist das eine. Wer aber Schutzbedürftigen ihr Recht auf Schutz abspricht, in Deutschland oder in einem anderen sicheren Land, der kann sich seine Krokodilstränen sparen.
   

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