Erster Sieg für Clinton

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Der Spiegel scheibt über Wladimir Putins falsches Spiel, die Süd West Presse betitelt ihren Leitartikel mit Syrien und der ohnmächtige Westen und die russische Zeitung Kommersant sieht die Rückkehr zum Frieden als praktisch unmögliche Aufgabe. Während die Weltgemeinschaft sich in Debatten verzettelt und zu keiner Lösung kommt, fallen in Syrien die Bomben. Die Pressestimmen.
Hannoversche Allgemeine Zeitung

Es gibt keine westliche Strategie. Die Weichen dafür wurden vor drei Jahren gestellt, als sich US-Präsident Barack Obama nach den Giftgasattacken nicht entschließen konnte, Angriffe gegen das Assad-Regime zu fliegen. Wer aber nicht bereit ist, syrische Kampfjäger vom Himmel zu holen, kann auch die Bevölkerung nicht gegen einen Luftterror schützen, wie ihn Assad und Russlands Staatschef Putin über Aleppo entfesseln.

Augsburger Allgemeine

Wie können die Waffen zum Schweigen gebracht werden? Es gibt im Prinzip zwei Möglichkeiten. Entweder: Das Regime des Baschar al-Assad beendet von sich aus die barbarischen Luftangriffe auf den Ostteil Aleppos, der sich in Rebellenhand befindet. Damaskus davon zu überzeugen, ist Aufgabe der Russen. Oder: Die gemäßigten Rebellen sagen sich von jenen terroristischen Gruppen los, die laut der letzten Waffenstillstandsvereinbarung zwischen den USA und Russland weiter legitimes Ziel von Angriffen sind. Wären diese Barbaren isoliert, würde das Bombardement Aleppos wohl enden. Die gemäßigten Rebellen davon zu überzeugen ist Aufgabe der USA.

Leipziger Volkszeitung

Die Bilanz westlicher Interventionen gegen nahöstliche Regimes bietet keinerlei Hoffnung, dass es in Syrien hätte besser laufen können. Sie ist eine einzige Kette katastrophaler Fehlschläge, die alles nur noch schlimmer machten. Ohne den von den Geheimdiensten Washingtons und Londons 1953 organisierten Sturz des iranischen Regierungschefs Mohammad Mossadegh wäre die Islamische Republik des Ajatollahs Khomeini nie entstanden. Ohne die Invasion der sogenannten Koalition der Willigen 2003 unter Führung von George W. Bush gegen Saddam Hussein wäre dem Irak und der Welt der 'Islamische Staat' erspart geblieben.

Frankenpost

Es wird keinen Frieden geben für Syrien. Erst wenn die letzten Soldaten aufgeben, die letzten Bomben geworfen sind, wird Ruhe einkehren. Doch diese Ruhe wird mitnichten Frieden sein, bestenfalls die Abwesenheit des Todes durch Waffengewalt. Zu extrem sind die Positionen derer, die streiten. Die Diplomatie hat längst versagt, die beiden Hauptdarsteller dieser Tragödie, die USA und Russland, belügen und betrügen die Welt. Statt zusammenzuarbeiten und in gemeinsamer Wucht die strategische und politische Macht zu zeigen und durchzusetzen, halten sie am Lagerdenken fest.

Esslinger Zeitung

Umso mehr reibt man sich die Augen angesichts der Freundschaftsbesuche, die deutsche Politiker Putin angedeihen lassen. Solche ergebenen Besucher machen es Putin leicht, sich als großer und gefragter Staatsmann zu inszenieren. Der Demokratie erweisen sie aber einen schlechten Dienst.

taz

Das Nichteingreifen des Westens in Syrien gegen Assad und das jahrelange Hoffen auf Diplomatie hat den Krieg in einer Weise eskalieren lassen, wie es kaum jemand für möglich hielt. Es geht in Aleppo um die Rettung der Menschlichkeit - die in Syrien, und auch unsere eigene. Eine militärisch durchgesetzte Flugverbotszone über Aleppo und eine klare Ansage, dass jeder, der dort Zivilisten beschießt, selbst beschossen wird - das ist das mindeste, was man jetzt von der Weltgemeinschaft erwarten kann.

Schwäbische Zeitung

Wer für Frieden in Syrien auf die Straße ginge, müsste sich auch mit der perfiden Rolle Russlands beschäftigen und das ist nicht besonders populär. Das gilt auch für Teile von SPD und CSU. Seien es Bayerns Ministerpräsident Horst Seehofer oder Vizekanzler Sigmar Gabriel, beide mögen das Stelldichein bei Russlands Präsident Wladimir Putin. Beide plädieren mehr oder weniger für ein Ende der EU-Sanktionen gegen Russland im Zuge der Ukraine-Krise und konterkarieren so die Positionen westlicher Regierungen. Hier wird Politikfähigkeit mit Anbiederung verwechselt.
   

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