Klassik Radio Meinungssache am 07.10.2016

Pressestimmen zu "Tuifly"

klassik-radio-meinungssache-am-07-10-2016 © Fotolia/ Orlando Bellini
Mit Tweets wie „Wieder einmal trifft ein Streik die Falschen. Sorry. Tuifly-Mitarbeiter, mir fehlt jedes Verständnis!“ oder „Liebe Leute von Tuifly: denkt Ihr an diejenigen, die ein Jahr für nen Urlaub sparen? Kein Flug, kein Urlaub, keine Erstattung. Na Danke!“ machen sich enttäuschte Bürger auf der Plattform Twitter Luft.
Denn tatsächlich streicht Tuifly für heute alle 108 geplanten Flüge, rund 9000 Passagiere sind betroffen. Entschädigung soll es nicht geben.
Grund sind die vielen kurzfristigen Krankmeldungen der Crew. Doch dass die Mitarbeiter tatsächlich krank sind, zweifeln viele an. Vielmehr wird die Bekanntgabe der Fusion von Air Berlin und Tuifly als Auslöser gesehen, da Arbeitnehmervertreter Job-Verluste und schlechtere Tarifbedingungen befürchten.

Ein Thema, das heute auch die Presse in Deutschland beschäftigt, so schreiben die „Stuttgarter Nachrichten“:

„Auf dem Flugmarkt gibt es längst einen Preiskampf, der von Billigfliegern wie Ryanair und Easyjet angefacht wird . Auch die Lufthansa ist immer wieder mit den Piloten in zähen Verhandlungen, bei denen es vordergründig um die Altersversorgung geht, aber letztlich um die vom Unternehmen geplante Stärkung der Billigtochter Eurowings. Die Spirale der Sparmaßnahmen wird sich somit fortsetzen - wer zu teuer ist, verliert Passagiere. So verständlich das Unwohlsein der Belegschaft auch ist, so wenig lässt sich dieser Trend durchs Fernbleiben von der Arbeit aufhalten.“

Und der Berliner "Tagesspiegel" kommentiert:

"Krankmelden, ohne krank zu sein, ist höchstgradig unprofessionell und unkollegial. Es ist nicht legitim, ohne Rückendeckung der zuständigen Interessensvertretungen, also von Betriebsräten und Gewerkschaften, seine persönliche Verärgerung über strategische Pläne der Eigentümer an Kollegen und Flugreisenden auszulassen; zumal bisher nur der Plan im Raum steht, die Mehrheit von Tuifly an den Air-Berlin-Großaktionär Etihad abzugeben. Verträge dazu gibt es noch nicht. Die Piloten sollten abwarten - und ihre Interessen ordnungsgemäß durchsetzen."
   

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