Komponistinnen in der Klassik - Einige Beispiele

EIn kurzer Blick in die Vergangenheit

komponistinnen-in-der-klassik-einige-beispiele © Fotolia/ clombumbus
Heute ist sowohl Girl`s als auch Boy`s Day: Jungen und Mädchen sollen in Berufe reinschauen, die bisher eher spezifisch für das andere Geschlecht waren.
Sicher lässt sich der Beruf des Komponisten bis vor gar nicht langer Zeit zu einem typischen Männerberuf zählen. Lange galt es für Frauen als wenig schicklich, mit Musik Geld zu verdienen. Es blieb den Männern vorbehalten diesen Weg einzuschlagen. Ein bekanntes Beispiel dafür ist Fanny Hensel, die Schwester vom berühmten Komponisten Felix Mendelssohn.

Obwohl sie ebenso eine qualifizierte musikalische Ausbildung wie ihr Bruder erhielt, verwehrte der Vater ihr den Berufswunsch der Musik mit der berühmten Botschaft, dass für sie Musik nur Schmuck darstellt und niemals ihren Lebensinhalt.

Fanny Hensel, geb. Mendelssohn (1805 - 1847)
So stammen von ihr zwar rund 470 Kompositionen, aber einige von diesen wurden auch unter dem Namen des Bruders Felix Mendelssohn veröffentlicht. Der Schwerpunkt ihrer Kompositionen lag dabei auf Werken für Klavier und Gesang.

Durchaus ähnlich erging es der Komponistin ist Clara Schumann, Ehefrau vom berühmten Komponisten Robert Schumann.

Clara Schumann, geb. Wiek (1819 - 1896)
Ebenso wie auch Fanny Hensel erhielt sie intensiven Klavierunterricht, und man erkannte bereits in jungen Jahren ihr außergewöhnliches Talent. Schon in sehr jungen Jahren begann sie zu komponieren - lange bevor sie den berühmten Komponisten Robert Schumann heiratete. Zu ihren berühmtesten Werken zählen unter anderem drei Romanzen für Klavier und Violine.

Das besondere an der nächsten Komponistin ist die Veröffentlichung ihrer Werke unter einem männlichen Namen.

Mélanie Hélène Bonis (1858 – 1937)
Im Gegensatz zu den anderen Komponistinnen musste sie sich ihren Beruf erkämpfen. Nur widerwillig ließ sie ihre kleinbürgerliche Familie studieren. Es lohnte sich aber, denn sie erhielt für ihre Kompositionen zahlreiche Preise. Allerdings hatte sie Sorge, dass ihre Werke, da sie von einer Frau stammten, nicht angenommen wurden. Aus diesem Grund ließ sie die Noten ihrer 300 postromantisch beeinflussten Werke unter dem Namen Mel Bonis veröffentlichen.

Noch extremer war die Komponistin Ethel Smyth, die sogar in einen Hungerstreik trat, um ihrer Berufung zu folgen.

Ethel Smyth (1858-1944)
Die Komponistin stammte aus einer Offiziersfamilie und musste sich ihr Musikstudium erkämpfen. Im wahrsten Sinne des Wortes, denn sie trat dafür sogar in einen Hungerstreik. Sie schrieb mehrere Opern, welche unter anderem von Wagner beeinflusst waren. Sie machte es sich zur Lebensaufgabe für die Gleichberechtigung der Komponistinnen zu kämpfen. Eines ihrer berühmtesten Werke war der March of Women.
   

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