Ostern ohne Eier??

Warum es eng werden könnte

ostern-ohne-eier © Fotolia_Arnauta
Jeder Deutsche isst pro Jahr durchschnittlich 235 Eier! Könnten Sie sich ein Ostern ohne Eier vorstellen? Müssen Sie vielleicht, denn die Eier werden knapp.

Der Grund: Die Vogelgrippe. Die Hühner aus Freilandhaltung hatten Stallpflicht, was zur Folge hat, dass Freilandeier jetzt als Eier aus Bodenhaltung deklariert werden müssen. Auf vielen Packungen können Sie aktuell lesen: „Zehn frische Eier aus Bodenhaltung ...Vorübergehend zum Schutz unserer Legehennen“. Um nicht Eier aus Bodenhaltung kaufen zu müssen, switchen daher aktuell viele auf Bio-Eier um. Die Nachfrage an Eiern ist natürlich zu Ostern besonders hoch, weshalb das Angebot in der aktuellen Lage etwas dürftig ausfällt.

Aber keine Sorge, wir haben nachgefragt: Die Lage wird sich wieder langsam bessern. Nur noch in Teilen Niedersachsens und in Schleswig Holstein haben Hühner Stallpflicht. Es wird also bald wieder Eier aus Freilandhaltung geben.

Aber kennen Sie eigentlich den Unterschied zwischen Bodenhaltung, Freiland- und Bio-Eiern? Die Antworten hier:

Bodenhaltung
Eier aus Bodenhaltung sind mit 1,29 pro Zehnerpack im Schnitt die günstigsten. Und das zeigt sich natürlich auch in der Haltung. Bodenhaltung klingt ganz angenehm, ist es aber ehrlich gesagt nicht, denn der “Boden” kann auch ein Dreistöckiger Stall bedeuten. Neun Hennen teilen sich einen Quadratmeter und nur innerhalb ihrer geschlossenen Ställe dürfen sie sich „frei“ bewegen. Oft handelt es sich um Gitterroste, damit der Kot hindurchfallen und automatisiert von den Hennen getrennt werden kann. Anders als bei Bio- oder Freilandhaltung haben sie darüber hinaus keinen Auslauf, es gibt nur einen Scharrbereich mit Streu. Das Futtermittel kann von sonst woher kommen.

Freilandhaltung
9 Hühner teilen sich einen Quadratmeter teilen. Erst im tagsüber unbegrenzt zugänglichen Auslauf stehen jedem Huhn vier weitere Quadratmeter zur Verfügung. Die Auslauffläche sollte größtenteils bewachsen sein, in der Praxis wächst dort aber wegen des Hühnerkotes nicht mehr viel. Der entscheidende Unterschied ist, dass hier kein Bio-Futter verwendet werden muss. So kam seinerzeit der Eier-Doxin-Skandal zustande. Hier ist Bio einfach besser.

 
Bio
Sind mit 3,10€ im Schnitt die teuersten, aber es zahlt sich aus. 6 Hennen teilen sich im Stall einen Quadratmeter. Jede Henne hat ein Recht auf 18 Zentimeter Sitzstange – und zu einem Drittel muss der Stall mit Stroh, Holzspänen, oder Sand ausgestreut sein. Der Auslauf ist für die Hennen ständig verfügbar und sie dürfen nur mit Biofutter gefüttert werden, was Verunreinigungen verhindert. Antibiotika gibt es übrigens auch nicht, nur natürliche Heilmittel! Auch werden die Schnäbel nicht gekürzt.


Was bedeuten die Ziffern und Zahlen auf den Eiern?
Daran kann ich genau erkennen, um welche Haltung es sich handelt und woher die Eier kommen. 0 steht für Bio, 1 für Freiland und 2 für Bodenhaltung. Nach der Ziffer kommt die Abkürzung für das Land, danach Bundesland und Produzent. Wenn auf einem Ei also 2-NL steht, dann wissen Sie: Das ist ein Ei aus Freilandhaltung aus den Niederlanden. 0-DE wäre Biohaltung aus Deutschland

   

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