Panikmache oder wichtige Vorausplanung?

Zivilschutzkonzept sorgt für Kontroversen

panikmache-oder-wichtige-vorausplanung © Fotolia_Orlando Bellini
Lebensmittel für zehn Tage, Wasser für fünf: Die Bundesregierung hat ein neues Konzept für die Zivilverteidigung im Fall von Katastrophen oder bewaffneten Angriffen erarbeitet.
Ist das nun überflüssige Panikmache? Oder längst überfällig und sinnvoll? Florian Schmidt hat die Pressestimmen.

"Sind wir noch zu retten?“, fragt die LEIPZIGER VOLKSZEITUNG. „Erst will der Bundesinnenminister den Volksfestbesuchern die Mitnahme eines Rucksacks verbieten und jetzt sollen die Bürger auch noch wie in Zeiten des heißen Kalten Krieges Wasserflaschen und Eintopfdosen bunkern, um vorübergehend gegen das Schlimmste gewappnet zu sein. Mindestens kommunikativ läuft da einiges ziemlich katastrophal."

Die HANNOVERSCHE ALLGEMEINE ZEITUNG ist auch nicht gerade begeistert und beklagt ein hektisches Durcheinanderplanen. "Sinnvolles - wie praktische Übungen für den unterstützenden Bundeswehreinsatz in großen Katastrophenlagen - wird vermischt mit Unsinnigkeiten. Die Politik erweckt wahrlich nicht den Anschein, als ginge es geordnet und planvoll zu. Und die Öffentlichkeit potenziert die Unsicherheit durch immer hysterischer klingende Warnschreie."

Für den NEUEN TAG aus Weiden ist ein anderer Punkt wichtig. "Diejenigen, die nun gegen angebliche Panikmache wettern, wären die ersten, die sich ereifern würden, hätte der Staat im Krisenfall nicht vorgesorgt. Teile der deutschen Politik haben offenbar vor allem eines gehortet: einen Notvorrat an Aufregung für mindestens zwei Tage."


   

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