Rechte der Frau

Olympe de Gouges

rechte-der-frau © Fotolia_Phil_Good
Vor genau 225 Jahren veröffentlichte die französische Frauenrechtlerin Olympe de Gouges die sogenannte „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“.
Die Französische Revolution war damals, 1791, gerade vorbei und die französische Nationalversammlung hatte zwei Jahre zuvor die „Erklärung der Menschen- und Bürgerrechte“ verkündet. Doch die war der 1748 geborenen Olympe de Gouges nicht genug. Denn in dieser Erklärung wurden ausdrücklich nur Männern diverse Menschrechte zugesprochen – Frauen blieben außen vor. Darin waren sich Konservative und Radikale einig: Eine Gleichberechtigung von Mann und Frau war nicht gewünscht. Sylvain Maréchal, ein Philosoph der damaligen Zeit, brachte diese Ablehnung auf den Punkt: „Das Universum der Frau  ist der Haushalt, der Ehemann, die Menschheit“.

Angesichts dieser Voraussetzungen war es mutig, als Olympe de Gouges am 7. September 1791 ihre „Erklärung der Rechte der Frau und Bürgerin“ veröffentlichte. Darin übernahm sie größtenteils die Erklärung von 1789, setzte allerdings bei jedem Artikel anstelle von „Bürger“ ein „Bürgerin und Bürger“. Die Frauenrechtlerin machte außerdem auf einige Ungerechtigkeiten aufmerksam, wie beispielsweise im zehnten Artikel. Es sei doch unfair, dass Frauen auch wegen politischer Verbrechen aufs Schafott – aber nicht auf die Rednerbühne steigen dürften. Und im 16. Artikel zweifelte sie die Gültigkeit der Verfassung an: „Die Verfassung ist nichtig, wenn die Mehrheit der Individuen, die die Nation bilden, an ihrer Redaktion nicht mitgewirkt hat“. Sie akzeptierte also keine Verfassung, an deren Entstehung die Frauen nicht beteiligt waren.

 Die gesamte Erklärung widmete sie der Königin Marie Antoinette. De Gouges erhoffte sich von ihr Unterstützung bei diesem wichtigen Thema. Dass das ohne Erfolg blieb, ist hinlänglich bekannt. De Gouges setzte sich auch für weiter Themen ein: Sie lehnte die Todesstrafe ab und setzte sich für eine bessere Hygiene in Hospitälern ein. Außerdem warnte sie vor dem Zentralismus und entwickelte ein Konzept für die Förderalisierung des Landes. Das alles führte zu ihrer Hinrichtung. Am 3. November 1793 starb Olympe de Gouges durch die Guillotine.
   

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