Samsung stampft Smartphone ein

Verkaufsstopp für's Galaxy Note 7

samsung-stampft-smartphone-ein © Fotolia_Orlando Bellini
Rien ne va plus. Nichts geht mehr in punkto Galaxy Note 7. Was lesen wir heute Morgen? „Samsung in Flammen“, „Alarm in Seoul“ oder „Samsung beerdigt sein explosives Handy“.
Der südkoreanische Elektronikriese stampft sein Smartphone Galaxy Note 7 ein und hat den Verkauf weltweit gestoppt. Alle Nutzer sollten das Handy, das bereits mehrmals explodiert und in Flammen aufgegangen ist, ausschalten und zurückbringen.

„Das Gerät ganz vom Markt zu nehmen, ist nach den Entwicklungen der vergangenen Wochen die einzig vernünftige Entscheidung, die dem Konzern blieb“, glaubt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. „Zugleich kann dies nur der erste Schritt sein. Der Konzern wird auch erklären müssen, wie es überhaupt zu dem Desaster kommen konnte, er muss sich klar und eindeutig bei seinen Kunden entschuldigen und alles dafür tun, dass Vergleichbares nicht ein weiteres Mal passiert. Es ist nicht einfach, Wahrheiten zuzugeben, die für das eigene Unternehmen unangenehm sind. Doch es ist die Chance, vom Ruf zu retten, was noch zu retten ist.“

Die Zeitung DIE WELT schreibt: "Jetzt ist der Imageschaden groß und die Aktie des Unternehmens abgestürzt. Wie konnte es dazu kommen? Die Schere zwischen ehrgeizigen Produktzielen und der Verfügbarkeit der dafür notwendigen Technologie scheint immer größer zu werden und bisweilen zu mangelhaften Produkten zu führen. Der Druck des Marktes kann offenbar dazu verleiten, unrealistische Ziele zu setzen.“

"Hinter der Krise von Samsung steckt ein tiefer liegendes Problem der IT-Branche insgesamt", glaubt die STUTTGARTER ZEITUNG. „Mehrere Jahrzehnte des fast grenzenlosen, rasanten Fortschritts haben hier einen teilweise rücksichtslosen Machbarkeitswahn gedeihen lassen. Schmaler, leistungsfähiger und schneller aufladbar als bei der Konkurrenz sollten die Samsung-Akkus werden. Grenzen der Produktionstechnik oder der Physik durften keine Rolle spielen. Im Wettrennen mit Apple, das gerade sein iPhone 7 präsentiert hat, wollte Samsung Innovationsführer werden. Schließlich hatte man nach einem lange unaufhaltsamen Aufstieg zum Weltmarktführer in jüngster Zeit einige Rückschläge hinnehmen müssen. Welcher Mitarbeiter wollte da das Entwicklungstempo verlangsamen?"

Und die FAZ kommt zu dem Schluss: „Was für eine Blamage für ein Unternehmen aus einem Kulturkreis, in dem man vor allem eines nicht möchte: sein Gesicht verlieren.“
   

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