Schlaffes Präludium für einen Hund

Erik Satie 150 Jahre

schlaffes-präludium-für-einen-hund © By Sonia y natalia - Own work, CC BY-SA 3.0
Jeder wird Ihnen sagen, ich sei kein Musiker. Das stimmt.“ Trotzdem ist er uns heute als Komponist in Erinnerung: Erik Satie. Heute wird der Komponist 150 Jahre alt.
Aus dem Klassik Radio Wiki

Am 17. Mai 1866 wird er in Honfleur geboren und wächst dort mit seinen beiden Geschwistern und Eltern auf.
Kurz nachdem die Familie nach Paris zieht, sterben Schwester und Mutter Saties. Fortan übernehmen die Großeltern Obhut für Erik und seinen Bruder.
Ab 1874 bekommt er dann seine erste musikalische Ausbildung bei Gustave Vinot. Neben gregorianischem Gesang wird Satie maßgeblich von den Kompositionen Vinots beeinflusst.

Als er die Konzertpianistin Eugénie Barnetche kennenlernt, eröffnet sich ihm die Möglichkeit, am Pariser Konservatorium zu studieren. So recht passt es ihm letztlich nicht - nach zweieinhalb Jahren gibt er das Studium frustriert auf. Die Faszination an der Musik lebt aber weiter.

“I have never written a note I didn't mean.”
Im Jahre 1884 beginnt Satie mit der Komposition, als Autodidakt.
Schnell prägt sich ein eigener Stil aus, der sich besonders durch Einfachheit und Klarheit auszeichnet. Dabei wird er heute durchaus sogar als Vorreiter von Minimal Music gesehen und auch ein gewisser Einfluss auf den Impressionismus ist nicht abzustreiten.

“Before I compose a piece, I walk around it several times, accompanied by myself.”
Sehr spezielle Methoden beim Komponieren:
Saties Kunstwerke zielen zwar meist darauf ab, die eigenen Sinneseindrücke möglichst genau wiederzugeben, gleichzeitig soll die Musik aber auch nicht zu aufdringlich wirken.
Das spiegelt sich in den Spielanweisungen wider, die teils sehr konkret benannt sind (statt der üblichen Angaben wie „moderato“, „allegro“ (…) verwendet Satie zum Teil Bezeichnungen wie „öffnen Sie den Kopf“ oder „vergraben Sie den Ton in Ihrer Magengrube“).

Seine Kompositionen bilden einen völlig eigenständigen Charakter aus. Satie bezeichnet ihn selbst als „Musique d’ameublement“ („Möbelmusik“, „Einrichtungsmusik“).
Von den deutschen Romantikern hält Satie seiner Zeit dagegen wenig:
„We should have a music of our own – if possible, without Sauerkraut”.

Seine berühmtesten Kompositionen sind in erster Linie Klavierwerke, darunter die drei „Gymnopédies“ und „Je te veux“.

In den Anfängen wird Satie von Claude Debussy und Maurice Ravel gefördert. Mit Ersterem verbindet ihn neben einer engen Freundschaft (so wie auch mit Picasso und Massine) gleichzeitig eine musikalische Rivalität. Später findet John Cage Gefallen an seinem Werk „Vexations“.

“I eat only white foods: eggs, sugar, grated bones, the fat of dead animals; veal, salt, coconut, chicken cooked in white water; fruit mold, rice, turnips; camphorated sausage, dough, cheese, cotton salad, and certain fish.” Ja, ein wenig speziell war der liebe Satie schon.

Nach seinem Tod im Jahre 1925 wird erst nach und nach klar, wie er eigentlich gelebt hat:
In einem kleinen Appartement im Künstlerviertel Montmartre in Paris verbringt er lange Zeit seines Lebens. Eine exzessive Sammelleidenschaft, große Alkoholprobleme und finanzielle Sorgen scheinen Saties Leben zu begleiten. Verwunderlich, dass er bei seinem täglichen Spaziergang zu den Lieblingsplätzen und Lokalitäten in Paris stets einen wohlsituierten Eindruck hinterlassen haben soll.
   

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