Till Brönner: Kein Ständchen für Trump

Star-Trompeter und Klassik-Radio-Moderator spricht Klartext

till-brönner-kein-ständchen-für-trump © Ali Kepenek
Der Mann ist Model, Moderator und Musiker - Deutschlands bekanntester und wohl auch kommerziell erfolgreichster Jazzmusiker: Till Brönner.
Er hat mit Hildegard Knef gearbeitet und mit Snoop Doog. Brönner war in der Jury der Musik-Castingshow „The X Factor“ und jeden Freitagabend moderiert er hier bei Klassik Radio seine „Till Brönner Show“. Vor ein paar Monaten durfte er sogar im Weißen Haus für US-Präsident Barack Obama spielen.



Brönner empfand diesen Auftritt als riesige Ehre - bei Donald Trump wäre das anders. "Von Trump hat man ja das Gefühl, dass er kein Ständchen verdient hätte, wenn er es schafft", sagte der 45-jährige Trompeter und Sänger der Deutschen Presse-Agentur. "Aber ich denke, es wird einfach nicht dazu kommen."

Auch aus musikalischen Gründen könne er sich einen Jazz-Gipfel wie bei den Obamas im April nicht vorstellen. So habe es zu Zeiten des republikanischen US-Präsidenten George W. Bush "sehr viel Country" im Weißen Haus gegeben. "Dagegen war Obama ein Jazz- und Soul-Mann", sagte Brönner. "Trumps Musikgeschmack kenne ich nicht - aber man ist ja geneigt, schon irgendwelche Vorahnungen zu haben."



Zum internationalen "Tag des Jazz" war er im April mit Dutzenden Weltstars bei Obama eingeladen und spielte in mehreren Sessions. "Auch gestandene Musiker, große Innovatoren im Jazz, waren berührt", erinnert sich Brönner. "Man hat gemerkt, welch enges Verhältnis der Präsident zu dieser Musik hat." Er sei sehr beeindruckt gewesen. "Mir war vor allem klar, dass ich so etwas nie wieder erleben werde. Es gibt ja solche Momente, wo man weiß: Das hier ist jetzt einmalig."

Peter Kümmel von der ZEIT war als einziger deutscher Journalist anwesend und war von diesem Konzert ebenfalls restlos begeistert: „Es ist eines der Ereignisse, bei denen von einem "Vermächtnis" gesprochen werden kann. Amerika, eine Improvisation? Der Abend ist eine einzige rauschende, symbolische Einlösung des Satzes "Yes we can". Eine "good old-fashioned jam session", so Morgan Freeman, werde man jetzt erleben, vollführt von einem "Once-in-a-lifetime orchestra", und bei Gott, das ist dieses Konzert. Dass eine ganze Nation wie eine hellhörige Jamsession mit auswärtigen Gästen sein könnte – für zweieinhalb Stunden konnte man es glauben.“

   

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