"Wir schaffen das" - Drei Worte für die Ewigkeit

Merkels großer kleiner Satz - ein Jahr danach

wir-schaffen-das-drei-worte-für-die-ewigkeit © Fotolia_Orlando Bellini
Drei Worte für die Ewigkeit.Ein Satz für die Geschichtsbücher: "Wir schaffen das".
Heute vor einem Jahr verkündete Bundeskanzlerin Angela Merkel dieses anpackende Motto, diesen optimistischen Mutmacher. Und ob nun spontan formuliert oder sorgfältig geplant – dieser Satz ist jetzt schon legendär und hat einen eigenen Wikipedia-Eintrag: „Der Satz gilt als Kern-Slogan der ‚neuen Willkommenskultur‘“, ist da u.a. zu lesen. Wie bewerten die deutschen Zeitungen ein Jahr danach den Merkel-Satz?

„Wir schaffen das. Aber was?“, fragt die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG. „Die Integration der rund eine Million Menschen, die im vergangenen Jahr nach Deutschland kamen? Der Hunderttausenden, die in diesem Jahr einwandern? Bestimmt. Aber schaffen wir es auch, die EU beisammen zu halten? Mit ihrer Politik der Einladung hat Angela Merkel Europa gesprengt. Eine deutsch-französische Achse gibt es nicht mehr. Der Osten ging rüde auf die Distanz. Die Briten sagten sich gleich ganz los.“

Die FAZ schreibt: "Die Bundeskanzlerin stellt ihren einsamen Beschluss weiterhin als 'alternativlos' dar und wiederholt mit politischem Trotz ihr 'Wir schaffen das'. Es ist zu ihrem 'Basta!' geworden - und zu einer Hypothek, die für eine wachsende Zahl der Deutschen das einst helle Bild ihrer Kanzlerschaft verdunkelt. Noch nie wagte eine Physikerin ein größeres Experiment. Die Kanzlerin verglich es mit der deutschen Wiedervereinigung. Doch die Dimensionen, die hier gesprengt werden, sind noch ganz andere."

"Schaffen wir das?", fragt der NORDBAYERISCHE KURIER aus Bayreuth, und antwortet gleich selbst: "Es ist viel zu früh, diese Frage nach einem Jahr zu beantworten. Zum Vergleich: Die SPD ist sich nach 13 Jahren noch immer nicht sicher, ob Schröders Agendapolitik ein Erfolg war oder nicht. Die Flüchtlingskrise ist noch von ganz anderem Kaliber. Eine Jahrhundertaufgabe."

Und die STUTTGARTER NACHRICHTEN betonen: "Merkel hat keine einfachen Antworten, keine fertigen Lösungen. Es ist genau das, was ihr derzeit so viele so sehr verübeln. Alle anderen haben diese Antworten aber auch nicht“.
   

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