Dmitri Hvorostovsky

dmitri-hvorostovsky © Pavel Vaan & Leonid Semenyuk
„I knew perfectly well that the audience will explode with an ovation the moment I would appear on stage. I was almost sure that the conductor would pause the performance for a moment to let the spectators express their feelings. It was essential to get through these minutes, not to lose breath, to hold back tears and not to collapse on the floor right there.” Das sagt der russische Ausnahme-Bariton Dmitri Hvorostovsky nach einer Gesangspause, die er 2015 wegen eines Hirntumors einlegen muss (https://slippedisc.com/2015/11/dmitry-hvorostovsky-the-doctors-told-me-you-wont-die/). Und es stimmt: Wenn er die Bühne betritt, bricht sofort tosender Applaus aus. Zwischen den Szenen muss manchmal sogar gewartet werden, weil sich das Publikum kaum beruhigen kann.

Hvorostovsky wird am 16. Oktober 1962 im sibirischen Krasnojarsk geboren, wo er auch aufwächst und studiert. Am dortigen staatlichen Opernhaus debütiert er als Marullo in Giuseppe Verdis Rigoletto. Nach diesem Durchbruch startet seine Reise durch die Welt. New York Met, Sydney Opera House, Royal Opera House – in kaum einem der großen Opernhäuser war Hvorostovsky noch nicht zu sehen. Außerdem ist er 2004 der erste Opernsänger, der auf dem Roten Platz in Moskau ein Solokonzert gibt.



Im Juni 2015 kommt dann die Schockdiagnose: Hvorostovsky hat einen Hirntumor, der ihn zu einer Berufspause zwingt. Nach einigen Monaten, die ihn viel Kraft kosten, kommt er im September 2015 in Verdis „Il Trovatore“ zurück auf die Bühne. Das Publikum kann fast nicht an sich halten, auch die Kritiker loben ihn sehr für diesen Auftritt. Hvorostovsky ist zurück!

Mit seiner warmen, changierenden Stimme und seinem selbstbewussten Auftreten begeistert er regelmäßig Zuschauer wie Kritiker. Oft sind es besonders die weiblichen Fans, die sich an ihm nicht satthören und –sehen können. Seine wohl namhafteste Interpretation ist die Rolle des Eugen Onegin in Tschaikowskis gleichnamiger Oper. Auch bei seinen Kollegen – übrigens Operngrößen wie Anna Netrebko und Renée Fleming – ist „Dima“, wie er genannt wird, sehr beliebt für seine spontane und manchmal spitzbübische Art.

   

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