Dmitri Hvorostovsky

dmitri-hvorostovsky © Pavel Vaan & Leonid Semenyuk
„I knew perfectly well that the audience will explode with an ovation the moment I would appear on stage. I was almost sure that the conductor would pause the performance for a moment to let the spectators express their feelings.” sagte Dmitri Hvorostovsky.
Wenn er die Bühne betaitt, brach sofort tosender Applaus aus. Zwischen den Szenen musste manchmal sogar gewartet werden, weil sich das Publikum kaum beruhigen kann.


Debüt in Verdis Rigoletto

Hvorostovsky wurde am 16. Oktober 1962 im sibirischen Krasnojarsk geboren, wo er auch aufwächst und studiert. Am dortigen staatlichen Opernhaus debütiert er als Marullo in Giuseppe Verdis Rigoletto. Nach diesem Durchbruch startete seine Reise durch die Welt. New York Met, Sydney Opera House, Royal Opera House – in kaum einem der großen Opernhäuser war Hvorostovsky noch nicht zu sehen. Außerdem war er 2004 der erste Opernsänger, der auf dem Roten Platz in Moskau ein Solokonzert gab.


Diagnose: Krebs bei Hvoroskovsky

Im Juni 2015 kam dann die Schockdiagnose: Hvorostovsky hat einen Hirntumor, der ihn zu einer Berufspause zwang. Nach einigen Monaten, die ihn viel Kraft kosten, kam er im September 2015 in Verdis „Il Trovatore“ zurück auf die Bühne. Das Publikum konnte fast nicht an sich halten, auch die Kritiker lobten ihn sehr für diesen Auftritt. Dmitri Hvorostovsky trat öffentlich zuletzt am 22. Juni 2017 zusammen mit Aida Garifullina bei der Sommernachtsgala im Österreichischem Grafenegg auf. Am 22. November 2017 erlag er in London seinem Krebsleiden.


Er begeisterte regelmäßig Zuschauer und Kritiker

Mit seiner warmen, changierenden Stimme und seinem selbstbewussten Auftreten begeisterte er regelmäßig Zuschauer wie Kritiker. Oft sind es besonders die weiblichen Fans, die sich an ihm nicht satthören und –sehen können. Seine wohl namhafteste Interpretation ist die Rolle des Eugen Onegin in Tschaikowskis gleichnamiger Oper. Auch bei seinen Kollegen – übrigens Operngrößen wie Anna Netrebko und Renée Fleming – ist „Dima“, wie er genannt wird, sehr beliebt für seine spontane und manchmal spitzbübische Art.

   

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