Felix Klieser

felix-klieser © Steven Haberland/ Edel:Kultur
„Was ich mir als kleiner Junge mal erträumt habe, das habe ich längst erreicht“ (Felix Klieser) Wer kann das schon im Alter von nur 25 Jahren von sich behaupten? Felix Klieser jedenfalls  schon.
Der Göttinger Hornist, geboren 1991, kann mit seiner eigenen Biographie und zwei Studioalben aufwarten und hat den ECHO Klassik in der Kategorie „Nachwuchskünstler des Jahres 2014“ gewonnen.

Dabei ist es in der Tat eine interessante Geschichte, die sich hinter Kliesers Erfolg verbirgt:
Das junge Nachwuchstalent muss sein Instrument nämlich mit den Füßen bedienen, da er ohne Hände geboren wurde.

Schon früh deutet sich Kliesers Werdegang an. Im Alter von nur vier Jahren äußert er den Wunsch, Horn zu spielen. Sein Traum soll trotz der anfänglichen Bedenken der Eltern in Erfüllung gehen und schnell offenbart sich das Talent des jungen Felix. Anstatt draußen zu Bolzen oder in der Wohnung vor dem Fernseher zu hängen, steckt Felix viel Herzblut in seine musikalische Ausbildung und entwickelt trotz des Handycaps einen hervorragenden Klang und ein feines Gespür für sein Instrument.
Seine Behinderung versteht Felix selbst nicht als Bürde sondern eher als Herausforderung. Die unkonventionelle Spielart und die damit verbundene Akribie der Tonfindung ermöglicht es Ihm, einen eigenen und  spezifischen Klang zu entwickeln. 

Felix beginnt im Alter von nur 17 Jahren mit dem Jungstudium an der Musikhochschule in Hannover. Er räumt den ersten Preis des Bundeswettbewerbes bei „Jugend musiziert“ ab und darf sich in den Folgejahren noch weiterer Preise und Auszeichnungen erfreuen (ECHO Klassik, Life-Award).

In seiner Autobiographie „Fußnoten“ (2014) macht Felix deutlich, dass nicht alleine Talent genügt, um groß herauszukommen. Es geht vielmehr um Ehrgeiz, Geduld und ein klares Ziel, das man stets vor Augen haben muss. Für Felix ist es die Hoffnung darauf, einen Augenblick der Perfektion und Einheit  zu erleben. Dieses Streben nach Einheit spiegelt sich vor allen Dingen in der musikalischen Interpretation Kliesers wider, die stark darauf abzielt, den Zuhörer emotional zu  bewegen. Felix ist wohl einer der Menschen, die für die Musik leben.

   

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