Henry Mancini

henry-mancini © insidesonymusic.de
“He never lost sight of the little boy in him.” (All About Jazz, März 2016) Mit diesen Worten beschrieb Ginny Mancini den Charakter von Henry Mancini - ihrem Ehemann.

Der US-amerikanische Komponist wurde 1924 in Ohio geboren. Seine Eltern Quinto Mancini und Anna Pece flüchteten während des ersten Weltkrieges von Italien nach Amerika. Sein Vater war Stahlarbeiter und hegte eine Liebe für Musik und so brachte er seinem Sohn dazu, Piccolo- und Querflöte zu lernen. Im Alter von 12 Jahren lernte Henry Mancini das Klavierspiel. Nach seinem High School Abschluss besuchte er die Juilliard School of Music in New York City. Nach nur einem Jahr wurde er, bedingt durch den Zweiten Weltkrieg, für den Militärdienst eingezogen und war 1945 an der Befreiung des Konzentrationslagers in Mauthausen beteiligt.

Bereits in den 1940er Jahren hatte er engen Kontakt zu großen Jazzgrößen wie Benny Goodman. Gemeinsam mit Goodman arbeitete er in der neu zusammengestellten Glenn-Miller-Band. Seine Arbeit wurde belohnt und 1952 erhielt er eine sechsjährige Anstellung bei dem Universal-Studio. Henry Mancini gehörte zu den Pionieren der Jazzmusik. In die bis dato spätromantisch geprägte orchestrale Film- und Fernsehmusik wurde Jazzmusik eingeführt.

Mancini bestach durch seinen unvergleichbaren Stil. Seine oft geradlinigen, leichten und sehr klaren Kompositionen verzauberten das Publikum. Er hatte einen Sinn für die kleinsten Klangnuancen und ausgefallene Instrumentierungen. Gepaart mit einem Gespür für mondäne und melodische Linien machten diese Eigenschaften ihn zu einem der bedeutendsten Filmkomponisten.

In seiner gesamten musikalischen Laufbahn arbeitete er unter anderem mit dem London Symphony Orchestra, dem Israel Philharmonic, dem Boston Pops und den Los Angeles Philharmonic und dem Royal Philharmonic Orchestra. Zu seinen bekanntesten Kompositionen zählen die Filmmusiken zu „Der rosarote Panther“ und zum Film „Frühstück bei Tiffany".

Sein Erfolg wurde durch etliche Auszeichnungen gekürt. Er wurde 18-mal für den Oscar nominiert und erhielt diesen viermal, dazu kamen 20 Grammys, zwei Emmys und ein Golden Globe. Insgesamt veröffentlichte er über 50 Musikalben für RCA. In den Jahren 1966, 1980 und 1984 wurde ihm eine besondere Ehre zuteil und er durfte für die Royal Family spielen. Er schrieb sogar zwei Bücher und erhielt viermal den Ehrendoktortitel.

Auch privat schwamm Mancini auf der Erfolgswelle – er war 47 Jahre mit Ginny Mancini verheiratet. Gemeinsam bekamen sie Zwillingstöchter, Monica und Felice, und einen Sohn: Christopher. Alle Nachkommen sind im Musikgeschäft tätig und geben die Liebe zur Musik weiter. Henry Mancini, der 1994 in Kalifornien starb, bringt seine Frau noch heute zum schwärmen:

"He was great, not only as a musician, but just the greatest human being. I've never known anyone quite like Henry, whose temperament was so gentle. He was a gentle giant." (All about Jazz, März 2016)

   

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