John Williams

john-williams © Bachrach/Pressefoto 2012
Er gehört zu den weltweit bekanntesten und erfolgreichsten Filmkomponisten: John Towner Williams, geboren 1932 in New York. Der amerikanische Komponist, Dirigent und Produzent lernte bereits mit drei Jahren das Notenlesen. Mit sieben Jahren begann er, Klavier, Trompete, Posaune und Klarinette zu spielen. In Los Angeles studierte er Komposition, später an der Juilliard School in New York Klavier. Nebenbei arbeitete er als Jazz-Pianist.

Mit nicht einmal 20 Jahren hatte er schon seine erste klassische Klaviersonate komponiert. Anfangs noch unter dem Namen Johnny Williams arbeitete er für das US-Fernsehen und für verschiedene Hollywood-Produktionen. Der Durchbruch gelang ihm mit seiner Arbeit zum Spielberg-Film „Der weiße Hai“. Weitere berühmte Filmmusiken aus seiner Hand sind unter anderem die Soundtracks zu fast allen Star-Wars-Teilen, zu „Schindlers Liste“ und zu den ersten drei Harry-Potter-Filmen. Auf ein bestimmtes Genre legt er sich nicht fest. In dem Film „Catch Me If You Can“ von Steven Spielberg verwendete er zum ersten Mal sogar Jazz-Elemente. Bis auf wenige Ausnahmen vertonte John Williams alle Filme von Steven Spielberg, mit dem er sich seit der ersten Zusammenarbeit für den Film „Der weiße Hai“ anfreundete. Erstaunlicherweise geht der Filmkomponist nie selbst ins Kino.

Aus John Williams Feder stammen nicht nur Filmmusiken, sondern auch Sinfonien, Solokonzerte, diverse kürzere Stücke und das Musical „Thomas and the King“. 13 Jahre lang war er Dirigent des Boston Pops Orchestra, dessen Ehrendirigent er inzwischen ist. Bei weiteren großen amerikanischen Orchestern gibt er Gastspiele.

Für die Vereidigungs-Zeremonie Barack Obamas zum Präsidenten der Vereinigten Staaten komponierte Williams das Quartett „Air and Simple Gifts“. Er schrieb zahlreiche Fanfaren, darunter vier für die Olympischen Spiele, für die Sommerfestspiele in Los Angeles und Seoul und die Winterspiele in Utah.

Mit 59 Preis-Nominierungen belegt er hinter Walt Disney Platz 2 der Nominierungen überhaupt. Er gewann fünf Mal den Oscar, vier Mal den Golden Globe und mehrere Emmys und Grammys. 2004 erhielt er die Ehrendoktorwürde der Juilliard School in New York.
Von Barack Obama wurde er als „herausragender Dirigent und Komponist“ bezeichnet, der „die moderne Filmindustrie für Jahrzehnte geprägt und inspiriert“ hat. Dafür wurde er mit der National Medal of Arts ausgezeichnet.
   

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