Jonas Kaufmann

jonas-kaufmann © Gregor Hohenberg
Nach seinem Abitur studierte er einige Semester Mathematik und nicht klassischen Gesang. Bis er sich richtig in seine Rolle des weltweit erfolgreichen Opernsängers einfand, dauerte es, aber heute ist er von der Bühne nicht mehr weg zu denken. In wohl behüteten Verhältnissen des Münchener Bürgertums aufgewachsen, fand der junge Jonas Kaufmann schon früh seine Liebe zur Klassik. Jonas Kaufmann hatte von seinem Vater und Großvater die Liebe zur klassischen Musik vorgelebt bekommen. Die Musik war Teil seines Alltags. Er bekam Klavierunterricht, der ihm allerdings nicht besonders gefiel, und so durfte er singen. Er sang überall dort, wo ihm sich die Gelegenheit bot. In der Schule sang er fast durchgängig und auch im Extra-Chor des Gärtnerplatztheaters in München. So konsequent ging er allerdings diesen Weg nicht weiter. Er studierte etwas Solides: Mathematik. Er war sich sicher, dass ein Familienleben, wie er es so sehr schätzte, nicht mit dem Beruf eines professionellen Opern- und Konzertsängers vereinbar war, und doch zog es ihn zurück zum Gesang, und er sollte Recht behalten: 2013 trennten sich er und seine Frau. Mit Margarete Joswig hat er drei Kinder. Kaufmann gab an, dass die vielen internationalen Auftritte sein Familienleben belastet hätten.

Er bekam 1994 sein Diplom der Hochschule für Musik und Theater München als Opern- und Konzertsänger. Dann bekam er sein erstes Engagement am Saarländischen Staatstheater und sang dort in zwei Jahre 15 Partien. Er schlug dort einen weiter führenden Vertrag aus, da er sich von dort an als Freiberufler durchschlagen wollte. Er sang an allen großen Häusern. Seinen wirklich großen Durchbruch hatte er allerdings erst 2006 mit seinem Auftritt an der Met 2006 – und mit seinem Plattenvertrag bei der Universal ein Jahr später.

2014 war für ihn ein großes Erfolgsjahr: Im Juni debütierte er in der Rolle des Chevalier Des Grieux in Giacomo Puccinis Oper Manon Lescaut am Royal Opera House in London an der Seite von Kristīne Opolais als Manon. Im November ging er dann mit dieser Rolle an die Bayerische Staatsoper in München. Am 12. September 2015 trat er bei der Last Night of the Proms in der Royal Albert Hall auf, wo er unter anderem Nessun dorma sang. Gleichzeitig erschien sein Puccini-Album bei seiner aktuellen Plattenfirma Sony Classical, das sein bislang erfolgreichstes Album war. In Großbritannien erreichte dieses Album Platz 22 der Charts.

Ein Ende ist noch lange nicht in Sicht. 2015 gewann er seinen sechsten ECHO Klassik. Der schöne Mann mit dem dunkel leuchtenden Timbre begeistert auf vielen Ebenen, aber für ihn selbst soll immer die Stimme seine wichtigste Eigenschaft bleiben.

   

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