Luciano Pavarotti

luciano-pavarotti © Universal
Der Tenor gilt als der erfolgreichste Opernsänger seiner Zeit. Pavarotti war eines der Mitglieder der Drei Tenöre (zusammen mit Domingo und Carreras) und schaffte es mit zahlreichen Kollaborationen mit Pop-Künstlern als klassischer Musiker auch im Mainstream Erfolge zu feiern. Für seine Präsentation des Nemorino in Donizettis „Liebestrank“ an der Deutschen Oper Berlin 1988 erhielt er 115 Vorhänge und 67 Minuten lang ununterbrochenen Applaus. Der Auftritt mit den Drei Tenören am 7. Juli 1990 bei der Fußball-Weltmeisterschaft ist legendär; bis zu einer Milliarde Menschen sollen die Veranstaltung bei der Übertragung an den Bildschirmen verfolgt haben. 1935 wurde er im italienischen Modena geboren.
Pavarotti studierte Pädagogik, entschied sich aber 1956 seine Gesangsleidenschaft professionell zu verfolgen. Diese Bestrebung trug auch bald Früchte: 1961 debütierte er am Opernhaus Reggio nell’Emilia als Rudolfo in "La Bohème", was sich zu seiner Paraderolle entwickeln sollte. Da die Aufführung übertragen wurde, folgten schließlich weitere Engagements, so auch in der Wiener Staatsoper und im Royal Opera House Covent Garden. Die Möglichkeit für Giuseppe Di Stefano in London einzuspringen, verschaffte ihm den internationalen Durchbruch. Auch an der Scala in Mailand und der Metropolitan Opera in New York trat er schließlich auf.

Zunächst waren es aber die Sopranistin Joan Sutherland und ihr Ehemann, der Dirigent Richard Bonynge, die sein Potential erkannten: Sie schätzten Pavarottis lyrischen Tenor, der sich perfekt für die Besetzung im von ihnen wiederentdeckten Belcanto-Repertoire machen würde. Sie verpflichteten ihn für ihre Australien-Tournee. In Anbetracht der Begrenztheit der Rollen entschied sich Pavarotti im Laufe seiner Karriere allerdings dazu sich dem dramatischen Fach zuzuwenden, wenn auch, wie kritisiert wurde, seiner Stimme die baritonhafte Tragfähigkeit fehle.

Schlagzeilen machte Pavarotti neben seinen gesanglichen Leistungen auch mit seinem Privatleben. Trotz seiner Ehe mit Adua Verone wurden Pavarotti immer wieder sexuelle Eskapaden zugeschrieben. Der mediale Höhepunkt und das Ende seiner Ehe, aus der drei Töchter hervorgegangen sind, waren mit der Veröffentlichung eindeutiger Fotos in der Boulevardpresse erreicht. Nicoletta Mantovani, die Pavarotti beruflich kennengelernt hatte, war erst seine Geliebte, später, nach seiner Scheidung von Verone bis zu seinem Tod seine zweite Ehefrau. Mit ihr bekam er Zwillinge, von denen eines der Kinder bei der Geburt starb.

In Folge von Bauchspeicheldrüsenkrebs verstarb Luciano Pavarotti am 5. September 2007 in seinem Haus in Modena.

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