Manfred Honeck

manfred-honeck © Felix Broede
"Man sollte vor ein Orchester als jene Person treten, die man ist, also authentisch sein. Verstellung ist natürlich eine große Versuchung – wenn man jung ist." (Der Standard am 24.03.2016) Der österreichische Dirigent Manfred Honeck wurde am 17. September 1958 in Nenzing geboren. Er studierte Viola und Violine an der Musikhochschule Wien und war zunächst als Bratschist bei den Wiener Philharmonikern und an der Wiener Staatsoper tätig, bevor bei einer Veranstaltung der Organisation Jeunesses Musicales International seine Begeisterung für das Dirigieren entfacht wurde.

Honeck assistierte Claudio Abbado beim Gustav Mahler Jugendorchester, bevor er 1991 erster Kapellmeister am Opernhaus Zürich wurde. Zwischen 1997 und 2006 leitete Honeck verschiedene Orchester, unter anderem in Oslo und Stockholm.

Seit 2008 ist er Musikdirektor des Pittsburgh Symphony Orchestra. Das Pittsburgh Symphony Orchestra ist das kulturelle Zentrum der ansonsten eher industriell geprägten Stadt. Laut Honeck ist es eine besondere Energie und Präzision, die das Orchester ausmacht, bei dem er sich noch bis 2020 verpflichtet hat.

Nervös ist Honeck vor Konzerten zwar nicht mehr, aber ein Ritual hat sich gehalten: Er betet vor Beginn jedes Auftritts. „Dann haben mich Musiker angesprochen und gefragt, ob sie mit mir beten dürfen. Mittlerweile hat sich das so eingebürgert, dass ich ganz erstaunt bin, dass oft 50 Leute vor Auftritten in meine Maestro-Suite kommen.“1

Wenn Honeck gerade nicht in Pittsburgh oder auf Tournee ist, wohnt er mit seiner Frau in Vorarlberg in der Heimat Österreich. Das Paar hat sechs Kinder, von denen mindestens eines die Begeisterung für Musik mit seinem Vater teilt: Sohn Matthias Honeck ist Geiger im Orchester der Wiener Symphoniker.

1Musik heute am 20.05.2016
   

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