Mariss Jansons

mariss-jansons © SONY BMG Masterworks
Seine Mutter, eine jüdische Sängerin, gebar ihn in einem Versteck auf der Flucht. Sein Vater war ebenfalls ein erfolgreicher Dirigent und wegen ihm ging die gesamte Familie 1956 nach Leningrad. Der lettische Marris Jansons wurde im Januar 1943 in Riga geboren. Auf die Frage, wie er zur Musik gekommen sei, antwortet er stets:

„Ich habe mit Bauklötzen und Knöpfen so gespielt, als ob dies ein Orchester sei, und ich habe mir in meine Notizhefte die Programme von Phantasie-Symphonieorchestern geschrieben.“ (Frankfurter Allgemeine, Januar 2013)

Zunächst studierte Jansons Violine, Klavier und Dirigieren am Leningrader Konservatorium und wechselte 1969 nach Österreich und wurde von Hans Swarowsky und Herbert von Karajan weiter unterrichtet. Mit 40 Jahren wurde er stellvertretender Chefdirigent der Leningrader Philharmoniker. Von 1979-2000 war er ebenfalls Leiter des Osloer Philharmonie-Orchesters. 1992 wurde er Hauptgastdirigent des London Philharmonic Orchestras. Nur fünf Jahre später war Jansons der Chefdirigent des Pittsburgh Symphony Orchestra. Er bekleidete in seiner Zeit als Dirigent so viele Positionen und daran erkennt man – er ist ein wahrhaftiges Arbeitstier und arbeitet ständig an sich selbst – allerdings nicht ohne Folgen. Bereits 1996 erlitt er, wie sein Vater schon Jahre zuvor, einen Herzinfarkt während des Dirigierens der letzten Partituren von La Bohéme. Seither versucht er mehr auf sich zu achten.

„Ich liebe meine Orchester, ich liebe meine Arbeit. Ich versuche, alles für sie zu tun.“ (FonoForum, Februar 2011)

Den Ritterschlag der Klassik erhielt er bereits, da er schon dreima -l in den Jahren 2006, 2012 und 2016 - das Neujahrskonzert der Wiener Philharmoniker leiten durfte. Sein Vertrag als Chefdirigent des Bayerischen Symphonie Orchesters wurde bis 2021 verlängert. Für seine Frau Irina wohl keine gute Nachricht. Sie möchte gerne so viel Zeit mit ihm verbringen wie möglich, dennoch unterstützt sie Jansons in allem, was er sich vorgenommen hat.

Beide lernten sich 1985 am Strand in Jalta kennen und waren direkt ineinander verliebt, obwohl  beide zu dem Zeitpunkt noch verheiratet waren. Für Jansons gab sie die Medizin auf um sich mehr auf ihn und seine Arbeit zu konzentrieren. Sie leben in München und nehmen ab und an sogar die Dienste eines Chauffeurs in Anspruch – einem Studenten. Daran erkennt man, wie sehr sich Jansons bemüht, mit der Jugend in Kontakt zu treten. Jugendlichen und Studenten versucht er den Zugang zur Musik zu ermöglichen, indem er seine Generalproben für sie öffnet. Zudem spendet er häufig für seine alte Schule um auch hier die junge Generation zu fördern.

Sein Repertoire geht von Verdi, Mozart, Strawinsky, über Bernstein und Brahms. Den Nobelpreis der klassischen Musik erhielt er 2013 – den Ernst von Siemens Musikpreis.

Es sind Eigenschaften wie seine Aufrichtigkeit, seineTiefgründigkeit, seine Empathie – die Wärme, welche er seinen Mitmenschen entgegen bringt. Mariss Jansons ist dankbar für alles und bedankt sich gerne beim Leben:

„Vielen Dank, dass Du mich so geführt hast.“ (Frankfurter Allgemeine, Januar 2013)
   

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