Nikolaus Harnoncourt

nikolaus-harnoncourt © Marco Borggreve
„Die Kunst ist eben keine hübsche Zuwaage – sie ist die Nabelschnur, die uns mit dem Göttlichen verbindet, sie garantiert unser Mensch-Sein.“ (Nikolaus Harnoncourt) (1929 - 2016) Bis heute ist er ein Weltstar unter den Dirigenten. Der 1929 in Berlin geborene Österreicher Nikolaus Harnoncourt begann seine Karriere jedoch zunächst als Cellist. Seine Ausbildung machte er an der Wiener Musikakademie und bekam 1952 eine Anstellung bei den Wiener Symphonikern unter der Leitung von Herbert von Karajan, wo er 17 Jahre lang spielte.

Als Dirigent wurde er erst später tätig. Sein Debüt gab er am Theater an der Wien mit Monteverdis „Il ritorno d’Ulisse in patria“ im Jahr 1971. Es folgte der legendäre Monteverdi-Zyklus am Opernhaus Zürich. Sein Repertoire beschränkt sich jedoch nicht nur auf die Alte Musik. Er dirigiert Werke von Haydn, Beethoven, Schumann, Dvorák, Bartók, Berg und zahlreichen weiteren großen Komponisten aus allen Epochen. Im Gegensatz zu vielen anderen Dirigenten verwendet er keinen Taktstock, büßt dabei aber nicht an Genauigkeit ein. Auf eine Stellung als Chefdirigent verzichtet er, da er sich in seiner künstlerischen Entwicklung und Freiheit nicht einschränken lassen will.

Gemeinsam mit seiner späteren Frau Alice Hoffelner und weiteren Musikerkollegen gründete Harnoncourt schon im Jahr 1953 den Concentus Musicus Wien, ein Ensemble aus meist zwölf Musikern, die sich mit der Aufführungspraxis und den Originalinstrumenten von Renaissance- und Barockmusik beschäftigen. Vielfach wurden sie anfangs kritisiert, doch schon bald konnten sie mit einer Aufnahme der Brandenburgischen Konzerte von Johann Sebastian Bach ihren Durchbruch feiern. Ab 1972 war Harnoncourt bis zu seiner Pensionierung als Professor für Aufführungspraxis und historische Instrumentenkunde am Salzburger Mozarteum tätig. Sein musikphilosophisches Werk „Musik als Klangrede“ ist ein Standardwerk der historischen Aufführungspraxis.

Nikolaus Harnoncourt erhielt zahlreiche Preise, unter anderem die Goldene Ehrennadel der Deutschen Schallplattenkritik, einen Grammy und einen ECHO Klassik.

Am 04. Dezember 2015 zog er sich offiziell aus dem Arbeitsleben zurück: „Meine körperlichen Kräfte gebieten eine Absage meiner weiteren Pläne.“ Mit diesen einfachen handgeschriebenen Worten in einem Programmheft beendet der große Nikolaus Harnoncourt seine Karriere.

Am 05.03.2016 starb er im Alter von 86 Jahren.
   

Unser Service

Für die besten Hörer in Deutschland

Musik der Extraklasse

Finden Sie im Klassik Radio Shop

Newsletter

Wir halten Sie auf dem laufenden mit unserem Premium Newsletter

Social Media

folgen Sie uns

Die PLaylist

Was lief wann?

Länder dieser Erde

Von gutem Geschmack für guten Geschmack

Die Webcam

Der schönste Blick auf Augsburg