Renée Fleming

renée-fleming © 4_Shankbone_MetropolitanOpera2009
Als am 9. November 2014 in Berlin symbolisch die Lichtgrenze zum Jubiläum des Falls der Berliner Mauer in den nächtlichen Himmel aufstieg, wurde dieses Ereignis von Beethovens 9. Symphonie begleitet. Als der Schlusschor unter dem Dirigat von Daniel Barenboim erklang, gesellte sich die Stimme Renée Flemings neben jene von Elīna Garanča, Klaus Florian Vogt und René Pape. Das Konzert am Brandenburger Tor ist nur eines von zahlreichen Beispielen, die die medienwirksame Präsenz und Öffentlichkeit Renée Flemings, eine der abwechslungsreichsten und erfolgreichsten Opern-Sopranistinnen, bestätigt. Im gleichen Jahr sang sie unter anderem die amerikanische Nationalhymne anlässlich des Super Bowl-Finales, begleitete 2008 musikalisch die Amtseinführung von Barack Obama und hatte 2012 die Ehre, auf dem Balkon des Buckingham Palace das 60-jährige Thronjubiläum von Her Majesty Queen Elizabeth II. zu begleiten.

Die am 14. Februar 1959 in Indiana geborene Renée ist die Tochter zweier Gesangslehrer, die ihr musikalisches Talent und Interesse förderten. Ihre erste gesangliche Ausbildung erfuhr sie unter Patricia Misslin an der SUNY Potsdam in New York City. Von 1983 bis 1987 setzte sie ihre Ausbildung an der Juilliard School in New York fort und wurde durch ihren Aufenthalt in Europa durch Arleen Augér und Elisabeth Schwarzkopf weiter geprägt. 1986 debütierte sie als Konstanze in Mozarts "Die Entführung aus dem Serail".

Der Durchbruch gelang ihr in der Rolle der Gräfin Almaviva in Mozarts "Le Nozze di Figaro", der ihr von dort an die Auftritte auf den namenhaftesten Opernbühnen sicherte. Zu erwähnen sind hier die MET, das Royal Opera House Covent Garden und die Scala in Mailand.



Das musikalische Repertoire von Renée Fleming umfasst nicht nur Stücke der klassischen, sondern auch Stücke der zeitgenössischen Musik (vor allem Jazz) und der Filmmusik. 2003 konnte Howard Shore sie für den Soundtrack des Herrn der Ringe gewinnen, die ihre gesungenen Sprachen des Französischen, Deutschen, Englischen, Italienischen durch die elbische Fantasysprache ergänzte.

Neben ihrer musikalischen Präsenz ist sie in der Werbung und den Medien stark vertreten.  So ist sie das Werbegesicht von Rolex und steht auf der Mr. Blackwell´s best dressed list, und der französische Koch Daniel Boulud benannte zudem ein Dessert nach ihr mit dem Titel La Diva Renée

Ihr musikalisches Talent wurde unter anderem durch vier Grammys, einen ECHO Klassik, den Richard Tucker Award und durch die höchste amerikanische Auszeichnung zu Ehren der Künste und Musik, die National Medal of Arts, bestätigt.

   

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