Sir Neville Marriner

sir-neville-marriner © Richard Holt
“The awful thing about a conductor becoming geriatric is that you seem to become more desirable, not less.” Sir Neville Marriner wurde am 15. April 1924 in Lincoln im Osten Englands geboren. Bereits im Alter von 13 Jahren begann er mit einem Studium der Violine am Royal College of Music in London.
Einige Jahre später wechselte er ans Pariser Konservatorium zu seinem großen Förderer und Vorbild Pierre Monteux und beendete dort seine Ausbildung.
1950, im Alter von nur 26 Jahren, bekam Marriner eine Professur für Violine am Royal College of Music, die er neun Jahre bekleidete. Ab 1952 war er zusätzlich zu seiner Lehrstelle Violinist im Londoner Philharmonic Orchestra und zugleich im London Symphony Orchestra.

Doch diese Engagements waren Marriner immer noch nicht genug. Daher gründete er 1958 mit zwölf Kollegen, die mit ihm im London Symphony Orchestra spielten, das Kammerorchester „Academy of St Martin in the Fields“. Die Anfänge des auf Barockmusik spezialisierten Kammerorchesters waren jedoch von Problemen gekennzeichnet, vor allem finanzieller Art.
Die Wende brachten Marriners im Jahre 1970 veröffentlichten Schallplatten von Vivaldis „Vier Jahreszeiten“. Seit der Veröffentlichung des weltweit sehr erfolgreichen Tonträgers feierte das Kammerorchester einen Welterfolg nach dem anderen und genießt bis heute einen exzellenten Ruf.  

Ein Jahr vor dem Durchbruch mit der „Academy of St Martin of the Fields“ wurde Sir Neville Marriner Dirigent des Los Angeles Chamber Orchestra, dem er bis 1979 die Treue hielt.
1978 gab Marriner sein Operndebüt mit „Le nozze di Figaro“ auf dem Aix-en-Provence-Festival in der französischen Provence. 1983 heuerte der Dirigent, der zu diesem Zeitpunkt bereits weltweit einen hervorragenden Ruf genoss, bei dem Radio-Sinfonieorchester des Süddeutschen Rundfunks an.
Zwei Jahre später wurde er von Queen Elizabeth II. zum Ritter geschlagen.

Spätestens seitdem gehörte Marriner endgültig zu den gefragtesten Dirigenten weltweit. Seit 1990 arbeitete Marriner nur noch als freier Dirigent. In den Folgejahren dirigierte er auf allen großen Bühnen der Welt sowie jedes namhafte Orchester. Wien, Paris, Berlin, Boston oder auch Tokio, Marriner beehrte alle großen Konzertsäle. Seit seiner Entscheidung, ab 1990 nur noch als freier Dirigent zu arbeiten, intensivierte er auch wieder die Arbeit mit „seiner“ Academy. 

Der englische Vollblutdirigent hat auf rund 600 CDs ca. 1200 Werke dirigiert. Diese erstaunlich hohe Zahl ist vor allem der Tatsache geschuldet, dass viele der unter der Leitung Marriner eingespielten Werke Ersteinspielungen waren.
Seine Veröffentlichungen erhielten zahllose Preise, unter anderem wurde Marriner gleich viermal mit einem Grammy ausgezeichnet. 2005 wurde Marriner die große Ehre zu Teil, das neue Opernhaus in Athen zu eröffnen.
Noch im hohen Alter von über 90 Jahren dirigiert Sir Neville Marriner, einer der erfolgreichsten Dirigenten des 20. Jahrhunderts, einige der einflussreichsten Orchester weltweit.

Am 02. Oktober 2016 starb Neville Marriner im Alter von 92 Jahren.
   

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