Vladimir Horowitz

vladimir-horowitz © Don Hunstein - Sony Music Entertainment
"Klavierspiel besteht aus Vernunft, Herz und technischen Mitteln. Alles sollte gleichermaßen entwickelt sein. Ohne Vernunft sind Sie ein Fiasko, ohne Technik ein Amateur, ohne Herz eine Maschine." (KlassikAkzente, Januar 2017)
Vladimir Horowitz wurde laut eigenen Angaben im Oktober 1903 in Kiew geboren. Den ersten Klavierunterricht erhielt bereits mit drei Jahren von seiner Mutter Sophie. Er stammt aus einer großen Familie mit drei Geschwistern, welche alle musikalisch unterrichtet worden sind. Das Naturtalent besuchte im Alter von neun Jahren das Konservatorium in seiner Heimatstadt und wurde von Vladimir Puchalsky, Sergei Tarnowsky und Felix Blumenfeld unterrichtet. 

Am Beginn seiner Karriere sah er sich selbst als Komponist. Durch die politische Lage in der früher Sowjetunion und der damit einhergehenden wirtschaftlichen Not seiner Familie schlug er aber den Weg eines Pianisten ein. In den Jahren 1921-1925 gab Horowitz unzählige Konzerte bis er schließlich die Sowjetunion verließ. Was er zu dem Zeitpunkt noch nicht wusste, dass er viele Jahre später nur noch seinen Vater, als einzigen seiner Familie, einmal wieder sehen würde.

Sein erstes Konzert im Ausland hatte er ein Jahr nach seiner Ausreise in Berlin. 1928 debütierte er in den USA und spielte das 1. Klavierkonzert Tschaikowskys. Danach feierte ihn die Musikwelt und es lag ihm eben diese zu Füßen. Und auch in der Liebe konnte Horowitz einen großen Erfolg verbuchen. Er heiratete 1933 Wanda Beecham, die Tochter des berühmten Sir Thomas Beecham - auch wenn diese Liebe als schwierig galt. Horowitz war der ruhige Part und seine Frau war berühmt für ihr Temperament, aber womöglich war es genau das, was sie zusammen hielt – der Gegensatz. Sie bekamen eine gemeinsame Tochter Sonia, die allerdings bereits 1975 auf tragische Weise verstarb. 1936 zeigten sich bei Horowitz bereits die ersten Ausläufer seiner Depression, mit der er zeitlebens zu kämpfen hatte. Bedingt durch diese Depressionen nahm er sich zeitweise lange Auszeiten vom Showbiz. Doch die Liebe zur Musik und die des Publikums holten ihn immer wieder zurück auf die Bühne.

Der gebürtige Ukrainer erhielt 1944 die amerikanische Staatsbürgerschaft und New York City wurde fortan zum Dreh- und Angelpunkt seines Lebens. In New York entstanden die meisten seiner Werke. Sein letztes Konzert gab er 1987 in Hamburg. Und nur zwei Jahre danach verstarb er an den Folgen einer Herzattacke.

Der Kern seines Repertoires lag in der Hoch- und Spätromantik – eben bei Liszt, Chopin, Rachmaninov und Schuman. Horowitz war für fast jede Stilrichtung offen – bekannt sind seine Bachinterpretationen und klassischen Auslegungen der Mozart- und Bachsonaten. Am Beginn seiner langen Kariere fiel er durch seine spektakuläre Technik auf. Im zunehmenden Alter war es die Fülle seiner Interpretationen – sein Talent die kleinsten Formen herauszuarbeiten.
   

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