Brucknerfest Linz: Klassisch Anders
Seit dem 9. September findet in Linz das jährliche Brucknerfest statt und im Klassik Geschäft ist es nichts ungewöhnliches, dass man in die Jahre gekommene Matadore mit Gewalt von ihren Posten holen muss. In Linz in Oberösterreich ist das anders.
Der künstlerische Leiter Wolfgang Winkler betreut jetzt zum letzten Mal das renommierte Brucknerfest, dann geht er in den Ruhestand. Claudia Hamboch hat mit ihm über die noch anstehenden Highlights des Konzertreigens gesprochen und mit ihm Bilanz der vergangenen 15 Jahre gezogen.
Wenn Wolfgang Winkler von Anton Bruckner spricht, dann spricht er nicht vom Romantiker. Für ihn ist der in Oberösterreich verehrte Komponist ein Revoluzzer, einer der Töne neu erfindet:
„Er ist für mich ein Neutöner seiner Zeit, ein Revoluzzer in der Harmonie, in der Kompositionsweise und ganz bewusst eben nicht der Traditionalist, wie Brahms und andere. Daneben ist er, und das vergisst man immer gerne, sozusagen ein Popstar der Orgel gewesen.“
Nicht umsonst ließ sich der Komponist auch unter der Orgel der Stiftskirche in Sankt Florian beisetzen. Neben der Orgelmusik und der großen Sinfonik, mischt der Noch-Festivalleiter aber auch gerne zeitgenössisches oder auch Jazz ins Programm,, „Klassisch anders“ ist sein Wahlspruch.
Wenn Wolfgang Winkler von Anton Bruckner spricht, dann spricht er nicht vom Romantiker. Für ihn ist der in Oberösterreich verehrte Komponist ein Revoluzzer, einer der Töne neu erfindet:
„Er ist für mich ein Neutöner seiner Zeit, ein Revoluzzer in der Harmonie, in der Kompositionsweise und ganz bewusst eben nicht der Traditionalist, wie Brahms und andere. Daneben ist er, und das vergisst man immer gerne, sozusagen ein Popstar der Orgel gewesen.“
Nicht umsonst ließ sich der Komponist auch unter der Orgel der Stiftskirche in Sankt Florian beisetzen. Neben der Orgelmusik und der großen Sinfonik, mischt der Noch-Festivalleiter aber auch gerne zeitgenössisches oder auch Jazz ins Programm,, „Klassisch anders“ ist sein Wahlspruch.
Dabei helfen ihm Weggefährten - wobei der künstlerische Leiter weniger Wert auf große Namen legt. Linz müsse seine eigene Duftmarke entwickeln:
„Da ist es weder sinnvoll Salzburg mit seiner Gesellschafts-Schickimicki-Partie anhängen zu wollen, noch mit Wien. Das sind andere Orte, andere Umstände, das ist alles anders. Linz muss sein eigenes Profil finden und eigenes Profil heißt: Nicht nur große Namen, schon auch, aber im Dialog mit den lokalen."
Und so ist der österreichische “Chorus sine nomine“ am Montag dran, während vorher das Orchestre de Paris mit Herbert Blomstedt mit Bruckners 8. Sinfonie anreist. Die 4. Sinfonie ist am Dienstag dran -mit den Hamburger Philharmonikern unter Simone Young.
Nach 15 Jahren ist es Winklers letztes Programm. Er geht leichten Herzens, betont er und ist stolz das Brucknerhaus von einem, wie er sagt, Krawattentempel zu einem offenen Konzertsaal gemacht zu haben. Dass er auch Flops erlebt hat - klar. Zum Beispiel das Fiasko mit der Bühnentechnik beim Open-Air-Konzert „Klangwolke“:
„Eine Klangwolke musste ich absagen. Da kommt dann die Erfahrung dazu, nirgendwo auf der Welt ist man so einsam, wie wenn man etwas absagen muss und auf der anderen Seite so blitzartig negativ berühmt.“
Viel Glück wünscht der 67jährige seinem Nachfolger. Der deutsche Hans-Joachim Frey wird in drei Wochen das Programm für das Brucknerfest 2013 vorstellen.
„Da ist es weder sinnvoll Salzburg mit seiner Gesellschafts-Schickimicki-Partie anhängen zu wollen, noch mit Wien. Das sind andere Orte, andere Umstände, das ist alles anders. Linz muss sein eigenes Profil finden und eigenes Profil heißt: Nicht nur große Namen, schon auch, aber im Dialog mit den lokalen."
Und so ist der österreichische “Chorus sine nomine“ am Montag dran, während vorher das Orchestre de Paris mit Herbert Blomstedt mit Bruckners 8. Sinfonie anreist. Die 4. Sinfonie ist am Dienstag dran -mit den Hamburger Philharmonikern unter Simone Young.
Nach 15 Jahren ist es Winklers letztes Programm. Er geht leichten Herzens, betont er und ist stolz das Brucknerhaus von einem, wie er sagt, Krawattentempel zu einem offenen Konzertsaal gemacht zu haben. Dass er auch Flops erlebt hat - klar. Zum Beispiel das Fiasko mit der Bühnentechnik beim Open-Air-Konzert „Klangwolke“:
„Eine Klangwolke musste ich absagen. Da kommt dann die Erfahrung dazu, nirgendwo auf der Welt ist man so einsam, wie wenn man etwas absagen muss und auf der anderen Seite so blitzartig negativ berühmt.“
Viel Glück wünscht der 67jährige seinem Nachfolger. Der deutsche Hans-Joachim Frey wird in drei Wochen das Programm für das Brucknerfest 2013 vorstellen.
















































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