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Christian Thielemann, Mein Leben mit Wagner (C.H. Beck)
Jeder, der den Star-Dirigenten Christian Thielemann einmal mit Richard Wagner live erlebt hat, wird dieses ergreifende Ereignis nicht mehr so schnell vergessen können. Also kein Wunder, dass Christian Thielemann als der Wagner-Interpret unserer Zeit gilt.
Natürlich wird er auch im nächsten Jahr gemeinsam mit dem Orchester der Bayreuther Festspiele und hochkarätigen Solisten den 200. Geburtstag seines Lieblingskomponisten feiern. Doch woher kommt eigentlich diese Liebe zu Wagner? Was macht den Mythos dieses außergewöhnlichen Komponisten aus und worin besteht die Einzigartigkeit von Bayreuth? Und wie dirigiert man Richard Wagner richtig? Das sind alles Fragen, mit denen sich Christian Thielemann in seinem Buch „Mein Leben mit Wagner“, das jetzt im Verlag C.H. Beck erschienen ist, beschäftigt hat.
Jeder, der den Star-Dirigenten Christian Thielemann einmal mit Richard Wagner live erlebt hat, wird dieses ergreifende Ereignis nicht mehr so schnell vergessen können. Also kein Wunder, dass Christian Thielemann als der Wagner-Interpret unserer Zeit gilt.
Natürlich wird er auch im nächsten Jahr gemeinsam mit dem Orchester der Bayreuther Festspiele und hochkarätigen Solisten den 200. Geburtstag seines Lieblingskomponisten feiern. Doch woher kommt eigentlich diese Liebe zu Wagner? Was macht den Mythos dieses außergewöhnlichen Komponisten aus und worin besteht die Einzigartigkeit von Bayreuth? Und wie dirigiert man Richard Wagner richtig? Das sind alles Fragen, mit denen sich Christian Thielemann in seinem Buch „Mein Leben mit Wagner“, das jetzt im Verlag C.H. Beck erschienen ist, beschäftigt hat.
Auf den ersten Blick könnte man meinen, dass „Mein Leben mit Wagner“ vor allem ein Buch für Wagner-Fans und Bayreuth-Insider ist. Doch weit gefehlt: Auch Wagner-Laien oder Einsteiger können beruhigt zugreifen. „Mein Leben mit Wagner“ ist für Laien und Profis eine absolut bereichernde Lektüre und der Beweis dafür, wie spannend die Geschichten hinter den Komponisten, Dirigenten und den klassischen Stücken sein können. „Mein Leben mit Wagner“ ist nicht nur interessant und informativ, sondern macht auch noch großen Spaß beim Lesen. Thielemann schreibt fast schon in einem Plaudertonfall, niemals lehrmeisterlich oder gar dogmatisch.
So erfahren wir auch viel von seinen Anfängen in der Welt der klassischen Musik - bereits als kleiner Junge wollte er lieber am Klavier sitzen als draußen Fußball spielen: "Meine Großmutter lag mir ständig in den Ohren: Nun komm doch endlich raus, es ist so schönes Wetter. Das schöne Wetter interessierte mich nicht. Ich wollte üben und zwar bis sechs Uhr abends. Ich sollte die Arbeit einstellen, nur, weil draußen die Sonne schien.", verrät der Dirigent in „Mein Leben mit Wagner“.
So erfahren wir auch viel von seinen Anfängen in der Welt der klassischen Musik - bereits als kleiner Junge wollte er lieber am Klavier sitzen als draußen Fußball spielen: "Meine Großmutter lag mir ständig in den Ohren: Nun komm doch endlich raus, es ist so schönes Wetter. Das schöne Wetter interessierte mich nicht. Ich wollte üben und zwar bis sechs Uhr abends. Ich sollte die Arbeit einstellen, nur, weil draußen die Sonne schien.", verrät der Dirigent in „Mein Leben mit Wagner“.
Außerdem erzählt er von seiner Lehrzeit beim großen Meister Herbert von Karajan, was er unter Daniel Barenboim erlebt hat, schreibt von seiner Zeit in Nürnberg, wo er mit 29 Jahren Deutschlands jüngster Generalmusikdirektor geworden – bis hin zu seinen Einstieg in Bayreuth und wie er schließlich zu einem wichtigen Vertrauten der Familie Wagner wurde. Das alles verfeinert er mit witzigen Anekdoten, die einen schmunzeln lassen.
Herrlich zum Beispiel die Geschichte, wie Thielemann nach einer „Götterdämmerung“ Aufführung in Bayreuth in seiner Garderobe splitternackt aus der Dusche tritt, und sich Wolfgang Wagner gegenüber sieht, der sofort seine Anmerkungen zum Abend loswerden will und sich auch nicht vom zaghaften Einspruch Thielemanns, dem die Situation äußerst peinlich ist, stoppen lässt.
„Mein Leben mit Wagner“ ist ein Buch, das Spaß macht. Es ist unterhaltsam und spannend – Thielmann erzählt wie er Wagner- Partrituren liest, was es da, auch rein handwerklich alles zu beachten gibt um den wunderbaren Zauber der Musik Wagners voll zur Geltung zu bringen und er schreibt natürlich über die Einzigartigkeit des Bayreuther Orchestergrabens und was es bei der Akustik in Bayreuth alles zu beachten gibt. Außerdem gibt es Einblicke in die Arbeit mit den Sängern und was er von den verschiedenen Regie- Arbeiten hält - da ist dann auch schon mal der ein oder andere kleine Seitenhieb dabei:
„Mit Regisseuren hatte ich bislang nur wenige wirklich befriedigende Erlebnisse. Inzwischen fühle ich mich oft unterfordert.“
Ganz zum Schluss verschafft uns dann Thielemann noch einmal einen umfassenden Überblick über Wagners Musikdramen. Das ist dann ein wirklich schöner, inspirierender Abschluss des Buches, der einen regelrecht zum Wagner- Hören auffordert. Thielemann hat hier einen kleinen Führer durch alle Wagner- Opern angelegt, schreibt über die Entstehungsgeschichte, die Handlung, die Musik und die besten Aufnahmen der jeweiligen Wagner Opern. „Mein Leben mit Wagner“ - ein Buch, das Lust auf mehr Wagner macht.
Herrlich zum Beispiel die Geschichte, wie Thielemann nach einer „Götterdämmerung“ Aufführung in Bayreuth in seiner Garderobe splitternackt aus der Dusche tritt, und sich Wolfgang Wagner gegenüber sieht, der sofort seine Anmerkungen zum Abend loswerden will und sich auch nicht vom zaghaften Einspruch Thielemanns, dem die Situation äußerst peinlich ist, stoppen lässt.
„Mein Leben mit Wagner“ ist ein Buch, das Spaß macht. Es ist unterhaltsam und spannend – Thielmann erzählt wie er Wagner- Partrituren liest, was es da, auch rein handwerklich alles zu beachten gibt um den wunderbaren Zauber der Musik Wagners voll zur Geltung zu bringen und er schreibt natürlich über die Einzigartigkeit des Bayreuther Orchestergrabens und was es bei der Akustik in Bayreuth alles zu beachten gibt. Außerdem gibt es Einblicke in die Arbeit mit den Sängern und was er von den verschiedenen Regie- Arbeiten hält - da ist dann auch schon mal der ein oder andere kleine Seitenhieb dabei:
„Mit Regisseuren hatte ich bislang nur wenige wirklich befriedigende Erlebnisse. Inzwischen fühle ich mich oft unterfordert.“
Ganz zum Schluss verschafft uns dann Thielemann noch einmal einen umfassenden Überblick über Wagners Musikdramen. Das ist dann ein wirklich schöner, inspirierender Abschluss des Buches, der einen regelrecht zum Wagner- Hören auffordert. Thielemann hat hier einen kleinen Führer durch alle Wagner- Opern angelegt, schreibt über die Entstehungsgeschichte, die Handlung, die Musik und die besten Aufnahmen der jeweiligen Wagner Opern. „Mein Leben mit Wagner“ - ein Buch, das Lust auf mehr Wagner macht.
















































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