Opernhaus Bayreuth wird Weltkulturerbe

3. Juli 2012
Die Stadt Bayreuth ist jetzt gleich doppelt berühmt. Die Stadt ist nicht nur für seine Richard-Wagner-Festspiele oder auch Bayreuther Festspiele bekannt, sondern ab heute auch um ein Weltkulturerbe reicher. Die Unesco hat das hat das Markgräfliche Opernhaus Bayreuth zum Weltkulturerbe ernannt.

Der barocke Bau sei eines der wichtigsten architektonischen Zeugnisse der absolutistischen Gesellschaft im 18. Jahrhundert, begründet die Welterbe-Kommission ihre Entscheidung. Jetzt soll die Oper für knapp 19 Millionen Euro restauriert werden. Bis zu dieser Auszeichnung musste das prachtvolle Gebäude aber einiges durchmachen. 100 Jahre nach der letzten Vorstellungen vergingen, bevor Richard Wagner 1870 das Haus für seine Festspiele entdeckte.

Allerdings erwies er sich als ungeeignet für sein geplantes Musik- und Theaterfestival, so bekam Bayreuth sechs Jahre später eine Spielstätte, die bis heute Anlaufstelle für Musikfans aus alles Welt ist – das Festspielhaus auf dem Grünen Hügel. Für die Unesco spielt das alles keine Rolle – nicht das legendäre Wagner-Festspielhaus, sondern das Theater, das Markgräfin Wilhelmine, die Schwester von Preußenkönig Friedrich II. um 1740 erbauen ließ, erhält diese besondere Auszeichnung.