Auf der Suche nach Frieden

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Selten erfährt man die genauen Umstände, die Flüchtlinge zwingen, ihre Heimat zu verlassen. So viel diskutiert wird, so wenig kommen die betroffenen Menschen zu Wort. Ahmed ist 25 Jahre alt und Flüchtling aus Syrien. Selten erfährt man die genauen Umstände, die Flüchtlinge zwingen, ihre Heimat zu verlassen. So viel diskutiert wird, so wenig kommen die betroffenen Menschen zu Wort.

Ahmed  ist 25 Jahre alt und Flüchtling aus Syrien. Seit drei Monaten lebt er in einer Flüchtlingsunterkunft in Limburg. Auf der Suche nach Sicherheit begab er sich auf die über 4000 Kilometer lange Reise von Syrien nach Deutschland.

 „Ich will mich eigentlich gar nicht an meine Flucht erinnern. Ich bin per Anhalter nach Deutschland gekommen. Das ist schwierig und gefährlich. Man läuft entlang von Grenzen, durch Wälder  und über Flüsse. Manchmal konnte ich ein oder zwei Tage nicht schlafen und hatte nichts zu essen oder zu trinken.“

Nachdem es in seiner Heimatstadt einen Anschlag gegeben hat half er den verletzten Menschen.

 „Ich habe an der Universität Medizin studiert. Nachdem ich den Menschen nach einem Anschlag geholfen habe, konnte ich mein Studium nicht abschließen und musste deshalb fliehen, um in Sicherheit zu sein.“

Durch seine Handlungen, wurde er von der Regierung verfolgt. Deswegen traf er von einem auf dem anderen Tag die Entscheidung nach Deutschland zu flüchten. Ein befreundeter Medizinstudent, der mit ihm den Menschen half, konnte nicht rechtzeitig fliehen.

 „Sie haben ihn festgenommen und getötet.“

Ahmed musste seine Familie in Syrien zurücklassen. Eine schwere Entscheidung, auch weil so viel Ungewissheit damit verbunden ist.

 „Meine Familie ist immer noch in Syrien. Das ist ein Problem, denn ich weiß einfach nicht, wann das nächste Flugzeug kommt und alles zerstört, oder jeden umbringt.“

Trotz der Strapazen der Flucht will Ahmed so schnell es geht Deutsch lernen und sein Medizinstudium in Bonn fortsetzen.

 „Jetzt lerne ich die deutsche Sprache und spreche mit vielen Menschen. In Deutschland besteht eben die Möglichkeit hart zu arbeiten und dadurch ein Mitglied der Gesellschaft zu werden.“

Fragt man ihn ob er die gefährliche Reise noch einmal auf sich nehmen würde antwortet er mit „Ja“, denn es sterben mehr Menschen, die sich dazu entscheiden, in Syrien zu bleiben, als Menschen, die versuchen von Syrien nach Europa zu kommen. Seit Beginn des Konfliktes in Syrien 2011 forderte der Bürgerkrieg mehr als 240.000 Opfer – eine Vielzahl davon Zivilisten. So wie Ahmed.

   

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