Das Unwort des Jahres 2017

Wurde heute um 10 Uhr bekannt gegeben

das-unwort-des-jahres-2017 © Gina Sanders
Volksverräter. Das war das Unwort des Jahres 2016. Heute 10 Uhr wurde das Unwort des Jahres 2017 bekannt gegeben: alternative Fakten


Das passiert jedes Jahr seit 27 Jahren. Aber warum eigentlich?

Unwörter des Jahres sind immer Wörter, die gegen das Prinzip der Menschenwürde verstoßen. Ziel der ganzen Aktion: darauf aufmerksam zu machen, wie unbedacht wir manchmal über bestimmte Themen in der Öffentlichkeit sprechen. Und wieder bewusster mit unserem Sprachgebrauch umgehen.

Zur Auswahl stehen Begriffe wie "Babycaust" und "Bio-Deutsche". Aber auch "Fake News" und "Atmender Deckel" aus der Diskussion über die Begrenzung der Flüchtlingszahlen.
Meistens haben übrigens Begriffe, die Unwort des Jahres werden wollen dann am meisten Chance, wenn sie etwas mit Menschen zu tun haben. Daher hat das Wort "Baumstilllegung" für das Fällen von Bäumen eher keine Chance.

Insgesamt sind 1316 Vorschläge per Mail oder Brief bei der Jury eingegangen. Hoch im Kurs stehen “Alternative Fakten” und das Wort "Babycaust". Das wurde am häufigsten, nämlich ganze 122 Mal vorgeschlagen.
Babycaust hat ja etwas mit dieser Gießener Ärztin zu tun, die vom Amtsgericht Ende November wegen unerlaubter Werbung für Schwangerschaftsabbrüche zu einer Geldstrafe verurteilt worden war. Auf einer Webseite wurde sie mit dem Begriff Babycaust angeprangert. Wegen seiner Ähnlichkeit zum Begriff "Holocaust", der für den Massenmord der Nazis an den Juden steht, sei der Begriff "verschleiernd und irreführend".

   

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