Der nächste Exit nach dem Brexit - Pressestimmen

UKIP-Chef Nigel Farage tritt zurück

der-nächste-exit-nach-dem-brexit-pressestimmen © Fotolia_Orlando Bellini
Exit nach dem Brexit. „Populist ohne Verantwortung“ oder „Das Ende des Pub-Politikers“ lesen wir heute Morgen. Erst stahl sich Boris Johnson davon. Nun tritt auch noch Nigel Farage ab, der seine Ukip-Partei vor über 20 Jahren nur mit dem Ziel gegründet hatte, Großbritannien aus der EU zu führen.
Die Zündler schleichen also davon oder wie SPIEGEL Online schreibt: „Die Helden der Brexit-Kampagne erinnern an Pyromanen, die mit einem glimmenden Streichholz davonrennen, bevor sie von dem Brand erfasst werden, den sie selbst gelegt haben.“ Schauspieler Christoph Waltz drückt es bei Sky News so aus: „Natürlich verlässt die Chef-Ratte das sinkende Schiff. Das zeigt uns, wie verachtenswert diese Typen sind. Sie übernehmen keine Verantwortung für das, was sie getan haben“. Was schreiben die Tageszeitungen?

"Mit seinem Rücktritt setzt Farage seine dubiose Politik fort“, findet die FRANKFURTER RUNDSCHAU. „Jahrelang schürte er mit schlechten Argumenten Ängste vor der EU und arbeitete mit leeren Versprechen auf den Brexit hin. Nun, nachdem der Populist sein Ziel erreicht hat, feiert er sich kurz und stiehlt sich dann feige aus der Verantwortung - wie sein Bruder im Geiste Johnson. Sie wissen nicht nur nicht, wie sie ihr Land aus der von ihnen maßgeblich verschuldeten größten Krise seit dem Zweiten Weltkrieg führen können, sie wollen einfach gar nichts mehr damit zu tun haben.“

„Ihr Rücktritt kommt einem gebrochenen Versprechen gleich“, findet auch die MITTELDEUTSCHE ZEITUNG aus Halle. „Sie lockten die Hälfte der Briten, die ihnen folgte, auf eine falsche Spur. Das ist schäbig. Nun müssen andere den Karren aus dem Dreck ziehen".

"Nigel Farage ist ein Demagoge, ausgestattet mit einer ordentlichen Portion Hybris", schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. "Eine gefährliche Mischung, wie man jetzt weiß, weshalb sein angeblicher Rücktritt keine Tragödie ist. Ob er nun wirklich aus der Politik verschwindet - nachdem er seine letzten Diäten im Europäischen Parlament eingesammelt hat - ist natürlich eine andere Frage. Zweimal ist der Mann schon von einem Rücktritt zurückgetreten.“

„Ihm reichte die Rolle als scharfzüngiger, nicht selten rüpelhafter Debattenredner“, meint die FAZ. „Zur Geldverschwendung in der EU, die er so gern beklagt, gehört sicherlich die Diät, die ihm die europäischen Steuerzahler seit vielen Jahren bezahlen."
   

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