"Die Königin des Technicolor" ist tot

Hollywood-Legende Maureen O'Hara stirbt mit 95 Jahren

die-königin-des-technicolor-ist-tot © The Black Swan Trailer Screenshot
„Ich schätze, jeder war in sie verliebt“, sagte Clint Eastwood im letzten Jahr bei den Oscars – über Maureen O’Hara. „Ich werde sie nie vergessen, nie dieses Gesicht vergessen“. Das Gesicht der „Königin des Technicolor“, die noch im letzten Jahr den Oscar für ihr Lebenswerk bekommen hat und die am Samstagmorgen im Alter von 95 Jahren gestorben ist.


Maureen O’Hara war eine der schönsten Frauen der Welt und eine der begabtesten Hollywood-Schauspielerinnen. Schon mit 19 spielte sie die Esmeralda in „Der Glöckner von Notre Dame“ an der Seite von Charles Laughton, der sie entdeckt und nach Hollywood geholt hatte. Die größten Erfolge hatte die in Irland geborene Schauspielerin dann in den 1940er und 50er Jahren in den Filmen von Regisseur John Ford, in „Rio Grande“ oder in „The Quiet Man“. Auch Ford war in sie verliebt, ernsthaft verliebt, denn „diese Kombination aus rotem Haar und grünen Augen war einfach umwerfend“.

„Rot ist die schönste Farbe der Welt. Niemand konnte in Technicolor so herrlich leuchten“, schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. „Sie kämpfte zu Pferd und zu Schiff, mit der Peitsche und dem Degen, mit ihrem losen Mundwerk und diesen unvergleichlich grünen Augen, ein Film bunter und bombastischer und kostümierter als der andere, aber im Mittelpunkt war stets sie, der größte Dickkopf der Welt und rot dazu.“

Die FRANKFURTER RUNDSCHAU schwärmt: „Ihre erstaunliche Kraft und Leinwandpräsenz standen keineswegs im Widerspruch zur ihrer natürlich wirkenden Schönheit. Nur dass sich diese Attraktivität kaum in Weichzeichner-Bildern voll zur Geltung bringen ließ. Mit ihren grünen Augen und roten Haaren schien sie wie geschaffen für die Expressivität des Farbmaterials. Wenn Maureen O’Hara den nötigen Wirkungsraum bekam, wirkte sie wie ein Naturereignis.“

Die NEUE ZÜRCHER ZEITUNG nennt sie die "zähe Schönheit“ und bemerkt: “Maureen O'Hara ragte aus einer anderen Ära in unsere Zeit herüber. Sie war weder Mädchentyp noch Vamp, sondern eine der Königinnen des klassischen Hollywood. O'Hara schien das Alter nichts anhaben zu können, sie blieb lebenslustig, selbstbewusst und eigensinnig – Eigenschaften, die sie von der Leinwand nahtlos ins Leben oder wenigstens in das ihrer öffentlichen Persona transferierte.“




 

 

   

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