DIE KLASSIK RADIO KINO-EMPFEHLUNG DER WOCHE – Das Tagebuch der Anne Frank

Christian Aust

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Jeder hat DAS TAGEBUCH DER ANNE FRANK in der Schule gelesen. Und trotzdem sieht man die Geschichte in dieser Verfilmung von Hans Steinbichler noch einmal ganz neu.
Gerade die junge Generation möchte Regisseur Hans Steinbichler ansprechen. Und das gelingt ihm, indem er diesen Film nicht zum überhöhten Kino-Denkmal für Anne Frank macht. Er zeigt eine junge, schlaue, eigensinnige Frau, mitten in der Pubertät und damit eine echte, wahrhaftige Figur. Das Drama ist natürlich im historischen Kontext angesiedelt. Und doch wirken die Figuren nicht historisch, sondern in ihrer Not, mit ihren Sorgen, Ängsten und Hoffnungen ganz aktuell. Und so spricht Hans Steinbichler nicht nur die jüngere, sondern alle Generationen an.

Steinbichler kann sich in jeder Szene auf sein fantastisches Ensemble verlassen. Die soliden Säulen sind die wunderbare Martina Gedeck und der wie immer fantastische Ulrich Noethen. Erstaunlich ist aber vor allem, wie die inzwischen 17 Jahre alte Hauptdarstellerin Lea van Acken die ikonografische Rolle auf ihren Schultern durch diesen Film trägt – authentisch und ohne falsche Töne. Unterstützt wurde der Film durch den Baseler Anne Frank-Fond. So konnte man auf umfangreiches  Recherche-Material zugreifen.

Der Film endet nicht an der Stelle, wo das Tagebuch endet. Er begleitet Anne Frank und ihre Familie bis ins Konzentrationslager. Hans Steinbichler hat aus dem Tagebuch den bestmöglichen Film gemacht.

Und dafür gibt es FÜNF von FÜNF KLASSIK-RADIO-STERNEN.



   

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