Die Staatsoper Berlin eröffnet die Saison

Begeisterte Besucher und viel Applaus

die-staatsoper-berlin-eröffnet-die-saison © Peter Adamik
»Musik ist alles und alles ist Musik« - unter diesem Titel erschien im letzten Jahr ein mitreißendes Plädoyer von Daniel Barenboim für die friedensstiftende Kraft von Musik. Bei der Saisoneröffnung der Staatsoper Berlin in 2015 hätte man diesem Titel noch eines hinzufügen können: „Musik ist für alle.“ Am Samstag, den 12.09.2015, hat die Staatsoper Berlin zur Saisoneröffnung ihre Türen geöffnet – ganz im Zeichen von Richard Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg«. Über 7000 Besucher kamen, um einmal einen Blick hinter die Kulissen der Staatsoper zu werfen. Zahlreiche (Mitmach-)Aktionen auf der Bühne, in der Werkstatt, im Orchesterprobensaal, im Foyer und im Hof luden dazu ein, die Staatsoper und ihre Künstler einmal hautnah zu erleben. 

Gleich zu Beginn des Programms: eine Applausschule. Denn Intendant Jürgen Flimm muss laut eigener Aussage immer wieder feststellen „dass die Kunst des Applaudierens verlernt wurde, dabei ist es das Brot des Künstlers.“ Ein Publikum sei schließlich nur ein gutes Publikum wenn es ein ausgebildetes sei. Also wurden die 10 Arten des Applaudierens vorgestellt – von „Routine-Naja“ über den „Skandal“, bei dem die Hälfte des Publikums freundlichen Beifall spendet, die andere Hälfte mit der Bitte um Handgreiflichkeiten „Buh“ rufen sollte, zum „ganz einfachen, bescheidenen Triumph.“

Auch bei der Staatsoper Berlin ein Thema: Die aktuelle Flüchtlingspolitik. Schnell, unbürokratisch und mit der einfachen Absicht dass sich auch in der Hochkultur der Staatsoper alle willkommen fühlen sollen wurden über 300 Flüchtlinge für den Saisoneröffnungstag eingeladen. Ein Verantwortlicher der Staatsoper dazu: „Ich habe den Eindruck, dass viele Familien es genießen, einmal nicht stigmatisiert in einem Flüchtlingsheim zu sein und mit dem "Refugee-Button" durch die Gegend laufen zu müssen, sondern ganz normale Gäste bei dem Fest zu sein.“ Neben Oper und Klassik erklang spontan auch Arabische Musik zum gemeinsamen Tanzen.

Ein weiteres unvergessliches Erlebnis an diesem Tag: 200 Gäste traten am Abend nach einer Probe mit Chordirektor Martin Wright als Publikumschor auf. Gemeinsam mit dem Staatsopernchor und der Staatskapelle unter der Leitung von Daniel Barenboim führten sie Wagners »Wacht auf! Es nahet gen den Tag« aus den »Meistersingern« auf. Daniel Barenboim fand seine ganz eigenen Worte für den neu gebildeten Chor: „(...) und es singt zum ersten Mal in der Öffentlichkeit der Gesamt-Berlin-Chor!“ Einmal unter Daniel Barenboim zu singen, das war für viele ein einmaliges Erlebnis.

Den Abschluss bildete eine Operngala unter dem Motto »Glück auf zum Meistersingen!« mit Ensemblemitgliedern wie Anna Samuil, Evelin Novak, Katharina Kammerloher und Alfredo Daza, dem Staatsopernchor und der Staatskapelle Berlin unter Domingo Hindoyan. Auf dem von Jürgen Flimm und Dramaturg Detlef Giese moderierten Programm standen Arien und Chöre von Mozart, Verdi, Wagner, Gounod und Puccini.

Richard Wagners »Die Meistersinger von Nürnberg« ist am 3. und 4. Oktober die Eröffnungspremiere der Spielzeit.
   

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