Eine Woche der Gewalt

Würzburg, München, Reutlingen und Ansbach

eine-woche-der-gewalt © Fotolia_Orlando Bellini
Eine Welle von Gewalttaten in bisher nicht gekanntem Ausmaß liegt hinter uns. Eine Woche des Hasses und der Gewalt: der Axt-Angriff in einem Regionalzug bei Würzburg, der Amok-Lauf an einem Münchner Einkaufszentrum, der Messer-Angriff von Reutlingen und der höchstwahrscheinlich islamistisch motivierte Sprengstoffanschlag von Ansbach.
Die Politiker befinden sich – größtenteils  - im Alarmzustand. Die Töne werden wieder schriller, siehe Sahra Wagenknecht oder Horst Seehofer. Bundesinnenminister Thomas des Maiziére dagegen bleibt besonnen – und empfiehlt den  Bürgern, Flüchtlingen freundlich, aufgeschlossen, nicht misstrauend, aber auch nicht naiv gegenüberzutreten.



"Die Taten sind Folge eines grundsätzlichen Wandels", glaubt etwa die NEUE OSNABRÜCKER ZEITUNG: "Gezielte Attentate auf Repräsentanten verhasster Systeme sind Vergangenheit. Die neue Strategie des Terrors bedarf daher keiner kühlen, strategisch denkenden Köpfe mehr. Es reichen Psychopathen, die wenigstens mit dem Abschluss ihres verpfuschten Lebens einmal Bedeutung erlangen wollen, indem sie auf beliebige Art möglichst viele Opfer töten."

Auch die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG schreibt: "Im Krieg des 'Islamischen Staats' wird das Heer der nützlichen Idioten immer größer. Der unpolitische Massenmörder gehört dazu, der psychopathische Einzelgänger, selbst der Asylbewerber, der die Machete schwingt".

Die Zeitung DIE WELT fordert politische Konsequenzen anderer Art: "Das deutsche Verbot der anlasslosen langfristigen Datenspeicherung gehört sofort auf den Prüfstand, auch die Flüchtlingspolitik in manchen Details. Wir müssen wissen, wer da ist und wer kommt. Besonnenheit in der Bevölkerung ist wichtig - aber den Schutz durch den Staat ersetzt sie nicht."

Und die BILD-Zeitung meint: „Die Angst der verunsicherten Bürger kann auch eine gute Angst sein: wenn sie nämlich vorsichtig macht und vernünftig. In Deutschland funktioniert der Staat so gut wie fast nirgendwo auf der Welt. Politik, Institutionen und Behörden sind in aller Regel nicht korrupt oder pflichtvergessen, sondern um Lösungen mindestens bemüht. Und mehr noch: In der Not helfen die Bürger einander, wie sie es in der Münchner Blut-Nacht taten. Sie öffneten die Türen für Verängstigte und Schutzsuchende. Sie hören nicht auf, in Flüchtlingsheimen ehrenamtlich zu helfen. Die allermeisten rücken zusammen, auch wenn die an den Rändern noch lauter pöbeln als ohnehin schon.“
   

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