Erdogan, der Unantastbare - Pressestimmen

"Wer stoppt den Hai, wenn das Blut schon im Wasser ist?"

erdogan,-der-unantastbare-pressestimmen © Fotolia_Orlando Bellini
„Erdogan, der Unantastbare“, „Erdogan ermächtigt sich selbst“ oder „Erdogans ziviler Staatsstreich vor Vollendung“. Der türkische Präsident greift in den Tagen nach dem gescheiterten Militärputsch weiter durch: über 13.000 Staatbeamte wurden vom Dienst suspendiert und durch treue Gefolgsleute Erdogans ersetzt. Darunter ist fast ein Fünftel aller türkischen Richter.
Außerdem hält Erdogan – trotz der floskelhaft geratenen Mahnungen aus der EU - weiter an der Wiedereinführung der Todesstrafe fest. „Wer stoppt den Hai, wenn das Blut schon im Wasser ist?“ fragt SPIEGEL Online heute sehr passend.

"Der türkische Präsident kann wüten, wie er will, er ist kaum noch aufzuhalten nach dem gescheiterten Putschversuch“, glaubt die NEUE PRESSE aus Hannover:  „Und wenn er Verräter - oder die, die er dafür hält - mit dem Tode bestrafen will, dann wird er es künftig tun. Alle, die ihn daran hindern könnten, hat er ausgeschaltet oder schaltet sie gerade aus. Sein schönes neues Erdogan-Land braucht die Europäer nicht."

„Ein massiver Kontraputsch" schreibt die FRANKFURTER ALLGEMEINE ZEITUNG: "Die Türkei entfernt sich unter Erdogan und dem Jubel seiner vielen Anhänger immer weiter von den Mindeststandards bei den Menschenrechten, der Rechtsstaatlichkeit und der Gewaltenteilung, die in der EU gelten. Die Gedankenspiele zur Wiedereinführung der Todesstrafe sind dafür nur ein Beispiel. Doch selbst dieses Reizwort brachte niemanden dazu, Erdogan mit der Kündigung des Flüchtlingsabkommens zu drohen, das zu einer Art Magna Charta zwischen der EU und der Türkei geworden ist".

"Es sind bittere Zeiten, welche die Türken gerade durchmachen", schreibt die SÜDDEUTSCHE ZEITUNG. "Nicht nur in der Türkei, auch in Deutschland. Der versuchte Militärputsch und seine Folgen werden die deutsch-türkische Gemeinschaft noch tiefer spalten. Wenn von einer Gemeinschaft überhaupt noch die Rede sein kann.“

DIE WELT ist deutlicher: "Wer will, dass Deutschland ein tolerantes und offenes Zuwanderungsland wird, muss klarer definieren, was die aufnehmende Gesellschaft von ihren Neubürgern und Gästen erwartet. Geschmacklose AKP-Propaganda, die deutlich macht, dass Erdogan nicht nur Präsident, sondern auch geistiges Oberhaupt vieler Deutschtürken ist, vergrößert die gerade spürbar gewordene Kluft. Die Erdogan-Begeisterung für dessen Säuberungen steht nicht auf dem Boden des Grundgesetzes. Sie ist inakzeptabel."
   

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