Frau Wurst besingt die Liebe…

Aktuell tourt Conchita Wurst mit "From Vienna with Love"

frau-wurst-besingt-die-liebe… © Marc Adamczack
Eine bärtige Frau die singt? Funktioniert das? Und wie das funktioniert.
Conchita Wurst (mit bürgerlichen Namen Tom Neuwirth) begeisterte 2014 beim ESC mit ihrer außergewöhnliche Stimme und provozierte zugleich durch ihr Erscheinungsbild, wodurch sie die Frage über die Wahrnehmung von Geschlecht und Weiblichkeit neu stellte.

Conchita Wurst tourt aktuell mit ihrem Programm „From Vienna with Love“ durch Deutschland und machte gestern Abend halt in der „Hamburger Laeiszhalle“. Vor ausverkauftem Haus spielte sie nicht nur Stücke ihres aktuellen Albums „Conchita“, sondern auch Liebeslieder ihrer größten Pop-Diven und Pop-Idole.

Liebeslieder die, so Conchita, einen richtig schön melancholisch und traurig machen, wie zum Beispiel „Purple Rain“ von Prince. Begleitet wurde sie dabei von dem „National Philharmonie Orchestra Berlin“. Es entstand eine Mischung aus Klassik-Pop-Blues und Soul, mit der Conchita das Publikum für sich gewann (wunderbar die Orchesterversion von Cher´s Hit „Believe“): Standing Ovation nach fast jedem Lied, sowie ein euphorischer und donnernder Schlussapplaus bestätigten Frau Wurst in ihrem Fach. Doch bestach Conchita Wurst nicht allein durch ihren Gesang, der irgendwo zwischen Shirley Bassey, Celine Dion und Cher anzusiedeln ist. Sondern auch durch ihre charmante, herzliche und lustige Art auf der Bühne. Sie berichtete zum Beispiel von ihrem Treffen mit Ricky Martin und ihrer Erwartung einer baldigen Hochzeit mit demselbigen; oder ihrer Angstattacke vor dem Treffen mit ihrem größten Idol Celine Dion (die im übrigen die Arbeit von Conchita Wurst bewundert).  

Conchita Wurst sorgte nicht nur für wunderbare Musik und herzhafte Lacher am gestrigen Abend, sondern erinnerte auch daran, dass wir in stürmischen Zeiten leben. Zeiten, in denen Sexismus, Diskriminierung und politischer Rechtsdruck alltägliche Realität sind. Eine Realität, in der es wichtig ist aufzustehen, Farbe zu bekennen, damit sich eine Gesellschaft etabliert, in der es Wurst ist, welche Hautfarbe, Geschlecht oder sexuelle Orientierung ein jeder hat.
   

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