Fulminanter Auftakt beim Martha Argerich Festival

Neue musikalische Heimat

fulminanter-auftakt-beim-martha-argerich-festival © Alix Laveau
Sie zählt zu den letzten, lebenden Klavierlegenden: Die große argentinische Pianistin Martha Argerich. Vor drei Wochen feierte sie ihren 77. Geburtstag und nun hat sie eine neue, musikalische Heimat gefunden – und zwar in Hamburg.
Gestern Abend war das Eröffnungskonzert des „Martha Argerich Festivals“ in der Laeizshalle.

Viele Musikerkollegen dabei

Es war wirklich ein fantastischer und bunt gemixter Abend: Martha Argerich war nämlich nicht allein, sondern hatte viele Musikerkollegen und Nachwuchskünstler dabei – u.a. Cellist Edgar Moreau und oder Pianist Anton Gerzenberg. Sie hat das Publikum mit ihrer warmherzigen und mütterlichen Art verzaubert, die sich insofern bemerkbar machte,  als sie sich selbst in den Hintergrund stellte, damit wirklich jeder Musiker präsent sein sollte. Dennoch sind Spiel und Auftreten bei Martha von starker Präsenz geprägt. Die Atmosphäre wirkte familiär: Martha hatte sowohl mit ihrer Tochter Lyda Chen, als auch mit ihrem Mann Stephen Kovacevich gespielt. Der kleine Saal hat diese Atmosphäre verstärkt. Man spürte bis ins Publikum die enge Bindung zwischen ihnen. Die Familie Argerich wirkte durchweg bodenständig: Als Stephen Kovacevich und Lyda Chen Pause hatten, haben sie sich inmitten des Publikums gesetzt – Hautnah fürs Publikum, für sie anscheinend normal. Keine Spur von Star-Allüren.

Restlos ausverkauft

Es war der perfekte Einstieg in das restlos ausverkaufte Konzert, als Martha begann Debussy mit „Nocturnes Les Fêtes“ gemeinsam mit Anton Gerzenberg zu spielen. Der 21-Jährige Pianist konnte neben Martha Argerich brillieren. Es wurde ruhig im Saal und man schaute Martha und Anton meditativ zu, wie sie langsam in die Tasten hauten. Nach den ersten Klängen wurde es immer wilder und temperamentvoller.

Argerichs Ärger mit der Technik

Darüber hinaus gab es auch etwas Außergewöhnliches zu erleben: Vor dem Einsatz von Martha und ihrem Ehemann Stephen Kovacevich merkten plötzlich beide, dass das Saallicht nicht stimmte – dem einen war es zu hell, dem anderen zu dunkel. Martha Argerich, entschlossen wie immer, stand dann erstmal vom Klavier auf und hat sich mit den Technikern hinter der Bühne kurzgeschlossen – es wurde viel geschmunzelt im Publikum und auch Martha selbst bekam sich erstmal kaum ein vor Lachen. Nach nicht mal drei Minuten war das Problem gelöst. Sie hat nun mal alles im Griff – nicht nur die Tasten.

Festival noch bis Montag

Das Martha Argerich Festival geht in Hamburg bis zum 2 Juli 2018 und ist ein ganz besonderes Festival-Highlight. 

   

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