Haben Dirigenten ausgedient?

Roboter leitet Orchester

haben-dirigenten-ausgedient © Fotolia_Tatiana Shepeleva
Ist die Zeit der Dirigenten aus Fleisch und Blut vorbei? Diesen Eindruck könnte man zurzeit in Pisa bekommen.
Der Startenor Andrea Bocelli tritt dort heute Abend unter der Leitung eines Roboters im Teatro Verdi auf.

YuMi, wie der zweiarmige Roboter heißt, soll den Dirigenten an dem Abend ersetzen. Er dirigiert unter anderem die Arie „La Donna è mobile“, bei der Bocelli singt. Die Sopranistin Maria Luigia Borsis lässt sich von YuMi durch Puccinis Arie „O mio babbino caro“ leiten. Das Konzert findet im Rahmen des International Festival of Robotics vom 7. bis zum 13. September in Pisa statt.

Schon 2008 hatte ein Roboter das Detroit Symphony Orchestra dirigiert. Können Sie sich nicht vorstellen? Unten ist der Videobeweis.

YuMi soll den Bewegungen eines Dirigenten allerdings noch näher kommen. Andrea Colombini, der Direktor des Teatro Verdi in Pisa, sagte, dass YuMi außergewöhnlich fließende Bewegungen, eine unglaubliche Weichheit und ausdrucksstarke Nuancierungen habe. Er sei also perfekt, um Musik zu dirigieren.  Aber kann ein Roboter wirklich einen lebendigen Dirigenten ersetzen, der auch seinen Herzschlag mit in die Musik einwebt? Ob diese Technisierung in der klassischen Musik Bestand hat, bezweifeln wir doch stark…

   

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