Himmelfahrt

Nicht nur ein freier Tag

himmelfahrt © Fotolia_ViennaFrame
An Christi Himmelfahrt wird in der katholischen und evangelischen Kirche der Aufstieg Jesu in den Himmel gefeiert.
Nach Jesus Tod am Karfreitag und seiner Wiederauferstehung stellt die Himmelfahrt seine schlussendliche Rückkehr zu Gott dar.
Traditionell wird die Himmelfahrt am 40. Tag des Osterfestkreises, also 39 Tage nach dem Ostersonntag gefeiert. Der frühestmögliche Termin ist der 30. April, der spätestmögliche der 3. Juni.

In der traditionellen Theologie gibt es eine deutliche Abgrenzung von der Himmelfahrt zum Osterfest, dass am dritten Tag nach Jesus Tod gefeiert wird. Jesus stieg nach seinem Tod zunächst in das Jenseits hinab, aus dem er am dritten Tage zu den Lebenden zurückkehrte. 40 Tage lang erschien er seinen Jüngern noch nach seinem Tod auf der Erde und predigte vom Reich Gottes. Die Himmelfahrt bezeichnet demgegenüber das spätere Ereignis, bei dem Jesus am 40. Tag vor den Augen seiner Jünger in den Himmel emporgehoben wurde. Jesus gelangte laut Bibel bei lebendigem Leib in den Himmel, weshalb kein Leichnam von ihm exisitiert.

In der modernen Theologie werden aber auch die Gemeinsamkeiten von Ostern und Christi Himmelfahrt hervorgehoben. So bezeichnet der Begriff „Auferstehung“ die generelle Erhebung Jesu in den Himmel zu Gott, an dessen Seite er den rechten Platz einnimmt. Dieser ist in der Symbolik seit der Antike für den wichtigsten Gast oder den Thronfolger reserviert. Zudem ist die Auferstehung Jesu auch der Weg vom Bösen, welches vom Tod und dem damit verbundenen Jenseits symbolisiert wird, zum Guten, welches vom Himmel und Gott dargestellt wird. Die Himmelfahrt kann auf symbolischer Ebene somit auch als ein Triumph des Guten über das Böse gesehen werden.

An Christi Himmelfahrt wurde in früheren Zeiten eine Jesus-Statue an Seilen in die Kirche hinaufgezogen, um die Himmelfahrt zu symbolisieren. Zusätzlich wurde in manchen Gemeinden noch eine Teufelsdarstellung aus dem Kirchengewölbe hinabgeworfen und von den Gläubigen getreten, zerstört und „erschlagen“. Durch diesen Brauch wurde die Herrschaft des Bösen symbolisch überwunden, Die Bräuche wurden allerdings durch einen Kirchenerlass verboten. Doch auch heute wird in manchen Gemeinden eine Jesus-Figur symbolisch hochgehoben oder auch durch die Kirche getragen.

Christi Himmelfahrt ist einer der traditionsreichsten Feiertage in Deutschland. Bis in das 4. Jahrhundert wurde die Himmelfahrt mit Pfingsten gemeinsam gefeiert, seit 370 n. Chr. Ist Christi Himmelfahrt als eigenständiges Fest 40 Tage nach Ostern als eigenes Fest historisch belegbar. Wann sich der Brauch Christi Himmelfahrt 40 Tage nach Ostern zu feiern durchsetzte ist jedoch nicht abschließend geklärt.
   

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