Historische Entscheidung

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Sie hat Geschichte geschrieben - Hillary Clinton wird die erste weibliche Präsidentschaftskandidatin einer der beiden großen Parteien in der Geschichte der USA. Die Pressestimmen.
Tagesschau.de

Yes, she can - Hillary Clinton hat heute Geschichte geschrieben, genauso wie Barack Obama vor acht Jahren. Obama hat sich in die Geschichtsbücher geschrieben, als er als erster Afroamerikaner zum Präsidentschaftskandidaten einer der großen Parteien gewählt wurde. Clinton ist das jetzt als erster Frau in der Geschichte der USA gelungen. Natürlich ist das nur ein Zwischenschritt, natürlich will sie den letzten, größten und wichtigsten Schritt auch noch machen und ins Weiße Haus einziehen. Doch man sollte nicht unterschätzen, was es in den USA bedeutet, dass es mit ihr jetzt tatsächlich zum ersten Mal eine Kandidatin für die Präsidentschaft der Vereinigten Staaten von Amerika gibt.

Leipziger Volkszeitung

Die Präsidentschaftskandidatin ist die letzte Bastion, die die Vereinigten Staaten vor einem Rückfall in Isolationismus und Protektionismus bewahren kann. Ob Clinton diese folgenschwere Auseinandersetzung gewinnt, erscheint zurzeit völlig ungewiss: Nach ihrer jahrelangen ernsthaften politischen Arbeit fällt es ihr schwer, sich auf einen Wahlkampf einzulassen, der mehr von kurzen Twitter-Botschaften und schnellen Beleidigungen lebt als von inhaltlichen Auseinandersetzungen.

Reutlinger General Anzeiger

Hillary Clinton gilt vielen einfach als das kleinere Übel. Banaler ausgedrückt halten viele Amerikaner die Wahl für eine Entscheidung zwischen Pest und Cholera.

Neue Westfälische

Ein nicht unbeträchtlicher Teil Amerikas ist gerade bereit, sich in Denkzettel-Laune einem psychisch instabilen Nonsens-Politiker an den Hals zu werfen. Hillary Clinton muss den Beweis antreten, dass ihr Weg der bessere ist, um Amerika im 21. Jahrhundert mit sich und der Welt zu versöhnen.

Rheinische Post

Wenn sich die US-Wähler an den großen Präsidenten Abraham Lincoln erinnern, dann müsste es Hillary Clinton schaffen. "Put your feet in the right place, then stand firm", hat Lincoln gesagt. Füße an die richtige Stelle setzen, stehenbleiben! Darum geht es bei den Wahlen im November. Und ein Mann, der Mexikaner als Vergewaltiger beschimpft hat, Muslime deportieren will, Frauen als Hausmädchen verortet, eine Mauer um das Land bauen will und Belgien für eine Stadt hält, sollte eigentlich nicht das einflussreichste Staatsamt der Welt bekommen. Erst recht nicht die Verfügungsgewalt über den Einsatz einer Atomwaffe. Deshalb muss Hillary Clinton nach den Peinlichkeiten in ihrem Lager nun die Demokraten und ihr Land auf den Ernst der Lage einschwören. Auf sie setzen Millionen Menschen. Nicht nur in den USA.

Die Welt

Dass Frauen an der Spitze für mildere Politik stehen, Friedensliebe und Freundlichkeit ist ein Vorurteil, speziell unter Frauen, das von Indiens Indira Gandhi über Israels Golda Meir bis Margaret Thatcher und Angela Merkel lässig widerlegt wird. Auch Hillary Clinton hat als Außenministerin Kante gezeigt, Realitätssinn und Weltkenntnis, und es ist nicht schwer vorauszusagen, dass ihr, wenn sie denn die Wahl im November gewinnt und im Januar ins Weiße Haus einzieht, tragische Entscheidungen nicht erspart bleiben werden, mit Folgen weit über die Vereinigten Staaten hinaus. Ob Hillary Clinton nun siegt oder nicht: Ihr Aufstieg beweist, dass das Jahrhundert der Frauen längst begonnen hat.
   

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