Ingeborg Bachmann Preis 2016

„Cooler Text“: Sharon Dodua Otoo gewinnt den Ingeborg Bachmann Preis 2016

ingeborg-bachmann-preis-2016 © Fotolia_magdal3na
Sharon Dodua Otoos Text "Betrachtung über ein deutsches Rentnerehepaar und ein Ei, das sich weigerte, hart gekocht zu werden" haben bei der Jury in Klagenfurt zum Teil euphorische Reaktionen ausgelöst
„Humor und Ironie sind die Waffen dieser Frau“, heißt es bei der Jury. Gleichzeitig sei der Text vielschichtig und würde zum  Nachdenken und zum Interpretieren einladen. Es sei ein cooler Text  der immer wieder aus dem realistischen Konzept ausbreche, so die Jury des wichtigen deutschsprachigen Literaturwettbewerbs.

Und, was ja nicht selbstverständlich ist, auch das deutsche Feuilleton hat überwiegend positiv auf die Verleihung des Ingeborg Bachmann Preises 2016 an  Sharon Dodua Otoo raegiert: Ein „großartiger Text" habe den Bachmann-Preis gewonnen, steht in der Süddeutschen. „Es war schlicht phä­no­me­nal, wie selbst­ver­ständ­lich Sha­ron Dodua Otoo vom Kleins­ten ins Kos­mi­sche und zu­rück wech­selte und in ihrem Text noch ei­nige Rät­sel ver­steck­te, die sie sogar an der phi­lo­lo­gisch hoch­ge­rüs­te­ten Jury vor­bei ­sch­mug­geln konn­te" freut sich die Welt und die taz fasst zusammen: „25.000 Euro für einen Text, der zur Hälfte aus Sicht eines weich ge­koch­ten Eis ge­schrie­ben ist.“

Mit Dodua Otoo hat eine Schriftstellerin den Bachmann-Preis gewonnen, die üblicherweise auf Englisch schreibt und die bereits Bücher in englischer und deutscher Sprache veröffentlicht hat.

"Gewöhnlicherweise beschreibe ich mich als schwarze britische Mutter, Aktivistin, Autorin und Herausgeberin", schreibt Otoo über sich selbst.

Die weiteren Jurypreise gingen an den Schweizer Autor Dieter Zwicky, für seinen sprachspielerischen Text "Los Alamos ist winzig" sowie an die 1980 im hessischen Groß-Gerau geborene und in Berlin lebende Autorin Julia Wolf, die unter dem Titel "Walter Nowak bleibt liegen" von einem Rentner im Schwimmbad erzählt.

Stefanie Sargnagel, die Autorin kennen einige vielleicht durch ihre auf Facebook geposteten Alltagsbeobachtungen, hat den Publikumspreis bekommen. Die Wienerin ist dieses Jahr die einzige österreichische Teilnehmerin.

Insgesamt waren in diesem Jahr 14 Schriftstellerinnen und Schriftsteller in Klagenfurt angetreten.

Spektakulär: Der Schriftsteller Rainald Goetz schlitzt sich beim Ingeborg Bachmann Preis 1983 mit einer Rasierklinge die Stirn auf.

   

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