Johannes Brahms

Einer der bedeutendsten RomantikerHeute vor 183 Jahren wurde Johannes Brahms, einer der bedeutendsten Komponisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts.

johannes-brahms © Wikipedia
Heute vor 183 Jahren wurde Johannes Brahms, einer der bedeutendsten Komponisten der zweiten Hälfte des 19. Jahrhunderts, geboren.
Seine Werke werden vorwiegend der Hochromantik zugeordnet, obwohl einige Kompositionen auch darüber hinaus gehen. Vor allem seine 16 Walzer für vierhändiges Klavier sowie seine 21 Ungarischen Tänze sind bis heute sehr bekannt und werden noch heute von vielen Orchestern weltweit häufig gespielt. Sein bekanntestes Werk dürfte aber dennoch sein Wiegenlied sein, das er den Kindern Robert und Clara Schumanns widmete und seit seiner Fertigstellung Millionen Kinder in den Schlaf sinken ließ.

Johannes Brahms wurde in Hamburg geboren. Sein Vater spielte Kontrabass und Horn in kleinen Ensembles und verdiente damit seinen Lebensunterhalt. Das musikalische Talent bei Johannes Brahms kam früh zu Tage. Nachdem er mit sieben Jahren seinen ersten Klavierunterricht erhielt, zeigte sich auch bald Brahms‘ Talent zum komponieren. Daher vermittelte ihn sein erster Klavierlehrer an den bekannten Hamburger Komponisten Eduard Marxsen, bei dem Brahms als Klavier und Kompositionsschüler angenommen wurde. 1849 mit 16 Jahren, verfasste er unter einem Pseudonym die „Phantasien über einen beliebten Walzer“, die sein schon damals virtuoses Klavierspiel erahnen lassen.

Ein guter Freund von Brahms, der ungarische Violinist Eduard Reményi, vermittelte ihn an den Geiger Joseph Joachim, der ihm wiederum empfahl, Robert und Clara Schumann aufzusuchen. Die Schumanns waren begeistert von der musikalischen Arbeit des damals 20-jährigen Brahms und Robert Schumann setzte sich in der Folge bei dem Verlag Breitkopf & Härtel dafür ein, dass einige von Brahms Werken veröffentlicht werden. Durch den berühmten Förderer wurde auch Brahms in Deutschland schnell berühmt.

Mit dem Druck der Öffentlichkeit kam Brahms zunächst nicht zurecht. Aus Angst, den hohen Erwartungen der Öffentlichkeit nicht gerecht zu werden, verbrannte er einige seiner Werke. 1857 verließ Brahms Düsseldorf und das Haus der Schumanns. Vor allem seine innige Beziehung zu Clara Schumann, die er Zeit seines Lebens verehrte und liebte, findet sich auch in einigen seiner Werke wieder. Seine Klaviervariationen op. 9 über ein Thema von Robert Schumann zeigen das sehr deutlich.

1857 ließ sich der inzwischen 24-jährige Brahms in Detmold nieder. Dort leitete er einen Chor und gab Klavierunterricht. In seiner freien Zeit arbeitete er an einem neuen großen Projekt: dem ersten Klavierkonzert op. 15 in G-Moll. Sein Freund Joseph Joachim stand ihm in Fragen der Orchestrierung ratgebend zur Seite. Am 22. Januar 1859 wurde es in Hannover uraufgeführt. Aber auch die Wiederholung in Leipzig am 27. brachte nicht die erhoffte Resonanz. Brahms verbarg seine Enttäuschung darüber nicht und nahm sich vor, dass seine Werke in Zukunft ganz anders klingen sollten.

Im selben Jahr kehrte er nach Hamburg zurück und machte die Bekanntschaft des Verlegers Fritz Simrock, der Brahms zu dauerhafter maßgeblicher Bekanntheit verhalf. Andere Verleger waren vorsichtig, da Brahms erstes Klavierkonzert keinen Erfolg hatte und seine Werke dazu als schwer spielbar galten. Doch da er weder den Direktorenposten der Philharmonischen Konzerte noch den Posten des Chormeisters der Singakademie in Hamburg bekommen hatte, verließ er Hamburg tief gekränkt Richtung Wien.

1862 ging er nach Wien, wo er große Erfolge feiern konnte. So wurde er 1863 Chormeister der Wiener Singakademie, gab das Amt jedoch nur ein Jahr später wieder ab, da er sich den Belastungen nicht gewachsen fühlte. 1868 gelang ihm sein endgültiger Durchbruch mit dem Deutschen Requiem, dass nicht den traditionell lateinischen Texte folgte, sondern auf deutsche Bibeltexte zurückgriff. Die Uraufführung in Bremen wurde enthusiastisch gefeiert.

In den Folgejahren verdiente Brahms mit seinen Kompositionen so viel Geld, dass er seinen Lebensunterhalt ohne feste Anstellung bestreiten konnte. Am 4. November 1876 wurde Brahms erste Sinfonie in Karlsruhe aufgeführt, seine zweite folgte ein Jahr später in Wien. Nachdem er mit der Veröffentlichung der dritten Sinfonie 1883 endgültig zum Star der deutschen Klassik wurde, verbrachte er die letzten zwei Jahrzehnte seines Lebens in Wien. Brahms war vor allem durch das Ehepaar Schumann und seinen Verleger Simrock zu einer führenden Persönlichkeit der internationalen Musikszene geworden. Im Alter von 63 Jahren verstarb er 1897 im Alter von 63 Jahren an einem Pankreaskarzinom.
Dabei ist Brahms einer der wenigen Komponisten des 19. Jahrhunderts, von dessen Klavierspiel eine Tonaufnahme erhalten ist. Am 2. Dezember 1889 spielte Brahms im Haus eines Freundes seinen ersten ungarischen Tanz und wurde dabei mit einem Phonographen aufgenommen.
   

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